Sie befinden sich hier:

A 14 Nord in Sachsen - Anhalt deutschlandweit eines der zwölf dusseligsten Straßenbauprojekte

BUND Sachsen – Anhalt e.V.  fordert Landesregierung auf, vernünftige Alternativen zu entwickeln

Magdeburg, 2013-02-26: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat heute eine Dokumentation mit dem Titel „Das dusselige Dutzend“ mit den zwölf unsinnigsten Straßenbauvorhaben aus ganz Deutschland vorgelegt. Alle zwölf sind überteuert, überdimensioniert, beseitigten keinerlei Engpässe, bewirkten aber massive Schäden an der Natur. Zu diesen zwölf Projekten gehören die A 14 Nord in Sachsen – Anhalt (Brandenburg und Mecklenburg – Vorpommern).
Die in der BUND-Dokumentation „ausgezeichnete“ A 14 Nord hält der BUND für besonders unsinnig.

Landesgeschäftsführer Oliver Wendenkampf: „Seit fast 20 Jahren wird die A 14 Nord von der Landesregierung vorangetrieben. Die Befürworter haben sich bisher davor gescheut, Alternativen zu prüfen wie der Teufel vor dem Weihwasser und halten beharrlich an ihrer überdimensionierten/Natur zerstörenden/fachlich nicht zur rechtfertigenden Vorzugsvariante fest. Es ist deshalb zu begrüßen, dass das Bundesverkehrsministerium im Entwurf der Grundkonzeption für den nächsten Bundesverkehrswegeplan so nachdrücklich verlangt, Alternativen zu prüfen. Diese müssen künftig schon bei der Projektanmeldung dokumentiert werden.“

Die Anmeldungen für den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2015 sind bereits angelaufen. Alle bis 2015 nicht im Bau befindlichen Projekte müssen erneut auf Bedarf und Dringlichkeit überprüft werden. Absoluten Vorrang sollen Erhaltungsinvestitionen haben. Diese müssen bundesweit um rund eine Milliarde Euro pro Jahr erhöht werden. In die höchste Dringlichkeitskategorie der Fernstraßen sollen nur Projekte, die Engpässe beseitigen und keine hohen Umweltrisiken haben.

„Wir fordern die Landesregierung von Sachsen - Anhalt auf, sich von diesen Fehlplanungen zu verabschieden und der Erhaltung der bestehenden Straßen und der Sanierung der Brücken die absolute Priorität zu geben. Vorrang müssen umweltverträgliche Verkehrsträger bekommen. In den Agglomerationen und Städten helfen nur integrierte Verkehrsentwickungsplanungen statt immer weiter auf Straßenbau zu setzen.“ Außerdem müsse Bürgerbeteiligung früh erfolgen und dürfe kein Projekt angemeldet werden, wo nicht Alternativen öffentlich diskutiert wurden.      
Link zur bundesweiten Pressemitteilung: http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/
Link zum BUND-Portal Verkehrsinfrastruktur:
http://www.mobil-statt-verplant.de/verplant



Suche

Metanavigation: