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FLUTSCHÄDEN LINDERN STATT BÄUME ABHOLZEN

Magdeburg, 30.06.2013: Die Bürgerinitiative „Rettet die Domlinden“, getragen von der Domgemeinde, dem BUND Sachsen – Anhalt e.V., Bündnis 90/Die Grünen und DIE Linke, hat am 5. Juni während des Katastrophenalarms für das Elbehochwasser die Baum-Aktion auf dem Domplatz abgesagt. Jetzt aber ist Handeln angesagt, denn die Frist für ein Bürgerbegehren ist begrenzt! Ein Drittel der Unterschriften sind bereits am Dom eingegangen, viele Unterschriftenlisten sind noch im Umlauf. Zu einem neuen Aktionstag lädt die Bürgerinitiative am

Donnerstag, dem 4. Juli, um 18.00 Uhr auf dem Domplatz

ein. Alle interessierten Magdeburger sind beim Geläut der Domglocken eingeladen, mit ihrer Anwesenheit ein Zeichen des Widerstandes gegen die sinnlose Baumfällung zu setzen, die noch stehenden 83 Bäume mit weißen Bändern und dem Symbol „Baum ab? Nein danke!“ zu umwickeln und die Listen für ein Bürgerbegehren zu unterschreiben (Voraussetzung: wahlberechtigte Magdeburger Einwohner ab 16 Jahre!) bzw. weitere Unterschriftenlisten zum Sammeln mitzunehmen. Nach den enormen Schäden des Elbehochwassers in unserer Stadt ist es noch unbegreiflicher geworden, Hunderttausende von Euro für das Fällen, Neupflanzen und Kurzhalten der Bäume auf dem Domplatz auszugeben und nicht den Bestand der gesunden Bäume zu erhalten!

Zum Erhalt der Lindenallee und zum Bürgerbegehren werden Domprediger Giselher Quast, Stadtrat Sören Herbst  von Bündnis 90/Die Grünen und Gudrun Matschaß als engagierte Magdeburgerin reden. Jugendliche der Chorklasse des Hegelgymnasiums werden für die Bäume singen.


V.i.S.d.P.
Giselher Quast
Domprediger 

BUND begrüßt Hilfe für die Flutopfer und bietet Hilfe der Naturschützer an

Hochwasser in Sachsen-Anhalt
BUND Sachsen-Anhalt sagt Ja zu finanzieller Hilfe und fordert vorbeugenden Hochwasserschutz!


Magdeburg, 2013-06-15: Das zweite Jahrhunderthochwasser innerhalb von elf Jahren in Sachsen-Anhalt führt uns allen vor Augen: Wer gegen die Natur baut und wirtschaftet, zahlt einen hohen Preis. Es ist dringend notwendig, wieder im Einklang mit der Natur zu leben, ansonsten bekommen wir jedes Jahrzehnt ein Jahrhunderthochwasser.

Der BUND begrüßt die beschlossenen Finanzhilfen, denn den Opfern muss schnell geholfen werden, sie brauchen eine Perspektive, schnell wieder ein normales Leben führen zu können.

Die Fehler der Vergangenheit dürfen allerdings nicht wiederholt werden. Das Hochwasserschutzgesetz aus dem Jahre 2005 muss verschärft werden. „Wir brauchen einen Stopp von Ackerbau und Siedlungsbau in potenziellen Überschwemmungsgebieten“ so  Oliver Wendenkampf, Landesgeschäftsführer des BUND Sachsen–Anhalt e.V. „Notwendig wird es auch sein, das Deichkonzept zu überarbeiten und Deichrückverlegungen vorzunehmen.Notwendig sind zudem verbindliche Regelungen für die eigentlichen Hochwasserentstehungsgebiete, vor allem in Mittelgebirgs- und Hügellandschaften. Zu starke oberirdische Abflüsse in zu kurzer Zeit müssen weitgehend vermieden werden. So können zum Beispiel naturnahe Wälder mit tiefdurchwurzelten und aufgelockerten Böden wie ein großer Schwamm wirken – und die Entstehung mächtiger Hochwasser verringern“.

Der BUND ist bereit, sich mit seiner fachlichen Kompetenz in die Erarbeitung von neuen Hochwasserkonzepten einzubringen. Die Kenntnisse und Erfahrungen aus jahrzehntelanger Naturschutzarbeit können helfen, die richtigen Maßnahmen zur Vorbeugung und zum Schutz vor Hochwasserschäden zu finden – und sie können auch bei der Bewältigung der Schäden helfen. Es ist nicht in Ordnung und schlicht diffamierend, den Naturschutz für die von der Landesregierung unterlassenen Hochwasserschutz-Maßnahmen verantwortlich zu machen.

Für Rückfragen: Oliver Wendenkampf, 0160 - 71 55 064

Demokratie außer Kraft gesetzt ?

Umweltinformationsgesetz im Zusammenhang mit militärischen Übungsstadt Schnöggersburg außer Kraft gesetzt / BUND Antrag (Auskunftsbegehren) seitens des Landesverwaltungsamtes Sachsen–Anhalt mit fadenscheinigen Gründen abgelehnt / BUND e.V. prüft rechtliche Schritte

Magdeburg, 12. Juni 2013: Vor dem Hintergrund seiner Kritik an der militärischen Übungsstadt Schnöggersburg in der Colbitz–Letzlinger Heide versucht der BUND Sachsen–Anhalt seit Monaten an eigentlich öffentliche Informationen heran zu kommen stößt dabei aber auf heftigen Widerstand seitens der Behörden.

„Dem Antrag auf Mitteilung bei welcher Stelle die Planungsunterlagen des baurechtlichen Zustimmungsverfahrens gegenwärtig sind, kann mangels Kenntnis über den derzeitigen Verbleib nicht entsprochen werden“ so die lapidare Antwort des Landesverwaltungsamtes Sachsen–Anhalt auf den UIG Antrag des BUND Sachsen–Anhalt.„Mit anderen Worten“, so Oliver Wendenkampf, Landesgeschäftsführer des BUND in Sachsen–Anhalt, „die zuständige Behörde weiß (angeblich ?) nicht wo die Unterlagen herum liegen ? Ist das jetzt ein Hinweis auf den „bananenrepublikanischen Zustand der Behörde, oder aktive Blockade von Recht und Gesetz (in diesem Falle des Umweltinformationsgesetzes) ? “

Gleichzeitig wird die erbetene Einsichtnahme in die im Landesverwaltungsamt vorliegenden Ordner zur FFH Verträglichkeitsprüfung verwehrt und die Frage nach der „faunistischen Sonderuntersuchung“ damit beantwortet, dass  eine solche dem Landesverwaltungsamt gar nicht vorläge.

„Vertrauen schaffen“ in Politik und Verwaltung sieht anders aus, vermutet nicht nur Oliver Wendenkampf.

Ungeachtet dieser „Vertrauensfrage“ prüft der BUND Sachsen–Anhalt e.V. mögliche rechtliche Schritte um der Umsetzung von Bundesrecht auch im Landesverwaltungsamt zum Durchbruch zu verhelfen.

Für Rückfragen: Oliver Wendenkampf, 0160 7155064 



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