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Erstellen eines Entwicklungskonzeptes für das Offenland nördlich von Hoyersburg und die Brietzer Teiche

Die Brietzer Teiche

Dieses Projekt betrachtet zwei Teilgebiete bei Salzwedel, die sich unmittelbar an das Grüne Band anschließen: Die Brietzer Teiche und das Offenland nördlich von Hoyersburg. 

Teilbereiche bei Hoyersburg sind zugleich Bestandteil des europäischen Schutzgebietsnetzwerkes Natura 2000.

Ziel des Projektes ist es, unter Einbeziehung von Aspekten des Naturerlebens, ein Gesamtkonzept für die nachhaltige Nutzung und Pflege dieser Flächen zu erstellen.

Das Gebiet um Hoyersburg herum zeichnet sich durch eine außerordentliche Fülle an unterschiedlichen Lebensräumen, wie verschiedenartige Offenlandstrukturen oder dem angrenzenden Feuchtwald Bürgerholz aus. Zusätzlich weist es auch zahlreiche spannende Relikte der ehemaligen innerdeutschen Grenze auf, die bereits teilweise als Grenzerfahrungspunkte ausgeschildert wurden (wie z.B. den Grenzturm Hoyersburg).

Eine weitere Besonderheit in diesem Gebiet ist das Salzvorkommen im Boden. Hier wachsen diverse salztolerante Pflanzenarten, die sonst nur in küstennahen Regionen zu finden sind.

Auch eine sehr seltene Orchidee, das Kleine Knabenkraut, konnte sich durch besondere Pflegemaßnahmen in Form von extensiver Beweidung bereits wieder ansiedeln.

Das zweite Gebiet, die Brietzer Teiche, ist vorrangig geprägt durch eine Vielzahl an unterschiedlichen Feucht-Lebensräumen: u.a. Große Teiche, Flachgewässer, Blänken, Feucht- und Nasswiesen, Röhrichte, sowie Erlenbruchwälder.

In den Projektgebieten sind unter anderem viele seltene und besonders schützenswerte Tierarten, wie Kranich, Schwarzstorch, Seeadler oder Fischotter und Biber anzutreffen. Desweiteren bieten die offenen Grünlandflächen Bodenbrütern wie Kiebitz oder Braun- und Schwarzkehlchen optimale Lebensbedingungen, und die Flachwasserbereiche dienen als ideale Nahrungshabitate u.a. für Bekassinen, Rotschenkel, Wald- oder Bruchwasserläufer.

Elementarer Bestandteil des Förderprojektes sind aus diesem Grunde auch umfangreiche Bestandserhebungen verschiedener Artengruppen, um eine ausreichende Basis für  das zu erstellende Entwicklungskonzept zu haben.

In den letzten Jahren wurden in den beiden Teilgebieten bereits zahlreiche Flächen durch den BUND angekauft und verschiedene Maßnahmen, wie die Anlage von Flachgewässern oder der Bau von Aussichtsplattformen, umgesetzt. In enger Kooperation mit den Landwirten aus der Region sollen diesen Flächen nun auch weiterhin durch extensive Beweidung oder Mahd gepflegt und dauerhaft gestaltet werden. Dabei stellt die Kommunikation mit den Nutzern und die Abstimmung der verschiedenen Akteure in dem Gebiet eine zentrale Aufgabe dar.

Darüber hinaus geht es darum, interessierten Menschen Einblicke in besondere Naturräume zu ermöglichen, ohne die Rückzugsräume der verschiedenen Arten zu beeinträchtigen: eine touristische Aufwertung dieser Region am Grünen Band als Grundlage einer nachhaltigen Regionalentwicklung.

Die Information der Öffentlichkeit und die Akzeptanzförderung für die Maßnahmen des Naturschutzes sind somit unerlässlicher Bestandteil einer erfolgreichen Projektarbeit. Einen Großteil dieser Arbeit nehmen Informationsveranstaltungen im Rahmen von Führungen und Projekttage mit Schulen ein. Dabei geht es nicht nur um das reine Vermitteln von sachlichen Inhalten, sondern auch um den „Erlebnisfaktor“, damit der Besucher das Gehörte und Gesehene besser verinnerlichen kann.

Die zentralen Inhalte des Schutzanliegens von Natura 2000 können dabei am konkreten Beispiel der Projektgebiete und der dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten erläutert werden.

Ein weiteres Ziel dieses Projektes ist unter anderem die Vorbereitung eines Info-Flyers und Info-Tafeln, welche dem interessierten Gast Einblicke in die Besonderheiten der Region und ihre bundesweite Bedeutung ermöglichen.

Durch diese Maßnahmen erreicht der BUND sowohl eine Sensibilisierung der Besucher für die Werte der Natur, als auch eine Förderung der Akzeptanz für die Maßnahmen des Naturschutzes bei den beteiligten Projektpartnern und den betroffenen Anwohnern.

Dieses Projekt wird durch das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt aus Mittel der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

Projektmitarbeiterinnen:
Ine Pentz (Projektleiterin) &
Ute Machel (Öffentlichkeitsarbeit)
Projektlaufzeit: 15.10.2012 – 14.01.2014

Informationen zum Grünen Band:
http://www.erlebnisgruenesband.de/
http://www.dasgrueneband.info



Spenden

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Volksbank Magdeburg
IBAN:
DE36 8109 3274 000 1669 800
BIC: GENODEF1MD1

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