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Artenschutz in Sachsen – Anhalt deutlich unzureichend!

BUND und NABU legen vergleichende Länderanalyse vor. BUND Sachsen – Anhalt e.V. fordert die Landesregierung auf, größere Anstrengungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt unternehmen

Berlin/Magdeburg, 2014-03-21: In keinem von dreizehn untersuchten Bundesländern werden Tiere, Pflanzen und Lebensräume so geschützt, dass der Verlust der Artenvielfalt in Deutschland bis 2020 gestoppt und gefährdete Lebensräume wieder hergestellt werden können. In Sachsen – Anhalt z.B. wurde weniger als ein Drittel der Naturschutzziele erreicht. Nur in Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen und dem Saarland sehen die Naturschützer erste Fortschritte beim Schutz seltener Arten. Das ist das Ergebnis einer vergleichenden Länderanalyse zum Schutz der biologischen Vielfalt, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) veröffentlicht hat.

Auch Sachsen – Anhalt“, so Oliver Wendenkampf bedauernd, „setzt beschlossene Schutzmaßnahmen nur unzureichend um und stellten für den Artenschutz zu wenig Geld bereit. Vor allem versagt unser Land beim Schutz von naturbelassenen Wäldern, bei der Einrichtung neuer, streng geschützter Wildnisgebiete, bei der Erstellung von FFH-Management-Plänen aber auch beim Ökolandbau.

Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND: „Es ist ein Armutszeugnis, was die Länder beim Schutz der Artenvielfalt vorweisen können. Es fehlen jegliche Ambitionen, um die selbst gesteckten Ziele beim Erhalt wertvoller Arten und Lebensräume zu erreichen. Positive Ansätze in einzelnen Bundesländern können nicht über den kläglichen Gesamtzustand des Naturschutzes in Deutschland hinwegtäuschen.“

Die Flächenversiegelung durch Industrie- und Verkehrsbauten sowie die industrielle Landwirtschaft schreite weiter voran. Umgepflügt würden sogar bedrohte artenreiche Wiesen und Weiden in Schutzgebieten. Durch den Einsatz von Pestiziden und die damit verbundene Vernichtung von Insekten befänden sich Bienen und Amphibien weiter auf dem Rückzug.

Olaf Tschimpke, NABU-Präsident: „Wir rufen die Länder auf, eine gemeinsame Naturschutzinitiative mit dem Bund zu starten, die echte Fortschritte für die biologische Vielfalt ermöglicht. Der Schutz der Arten und Lebensräume muss ein Kernanliegen der Landes-regierungen werden. Erforderlich ist dafür auch eine ausreichende finanzielle Ausstattung. Und bei der Umsetzung der Agrarreform müssen die Länder ihren Widerstand gegen mehr Naturschutz aufgeben.“

Der Artenverlust könne bis 2020 nur gestoppt werden, wenn Schutzmaßnahmen tatsächlich konsequent vor Ort durchgeführt würden. Das bedeute auch, dass das europäische Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 von den Ländern endlich ernst genommen werden müsse. Für alle dafür infrage kommenden Gebiete müssten entsprechende Managementpläne erstellt und umgesetzt werden. Mit Naturschutzdaten und Zahlen über die Finanzmittel müsse außerdem deutlich transparenter umgegangen werden.

Die Umweltverbände hatten die Bundesländer – ausgenommen die Stadtstaaten – dahingehend überprüft, in welchem Umfang diese ihre politisch gesetzten Naturschutzziele bisher erreicht hatten. Zu den Zielen zählen unter anderem, Wildnis auf zwei Prozent und Wälder mit dauerhaft natürlicher Entwicklung auf fünf Prozent der Fläche Deutschlands zuzulassen. Außerdem sollte die ökologische Landwirtschaft von zehn auf 20 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ausgeweitet werden.

Das BUND- und NABU-Hintergrundpapier „Biodiversitäts-Check der Bundesländer“ samt Länderdossiers finden Sie als pdf zum Download unter: www.bund.net/laenderampel und www.nabu.de/biodiv-ampel2014

Pressekontakt: Oliver Wendenkampf, mobil: 0160 7155064

Magnus Wessel, Leiter Naturschutzpolitik des BUND, Mobil: 0160-93721830, E-Mail: magnus.wessel@bund.net bzw.
Almut Gaude, BUND-Pressereferentin, Tel. 030-27586-464/425;
Till Hopf, NABU-Naturschutzreferent, Tel. 030-284984-1618 bzw.
Kathrin Klinkusch, NABU-Pressesprecherin, Tel. 030-284984-1510,
E-Mail: Presse@NABU.de

Frühlingserwachen beim 1. Bio-Abendmarkt 2014 auf dem Moritzhof mit Miniflohmarkt „Hübsch und fein"

Bummeln, stöbern, informieren, kaufen, genießen: Am 19. März ist es wieder soweit, dann findet ab 16 Uhr der erste Bio-Abendmarkt des Jahres auf dem Moritzhof statt. Dieses Mal haben wir einen Miniflohmarkt organisiert, mit „hübschen und feinen“ Kleinigkeiten und schönen Dingen.
Und wer selbst beim Frühlingsputz ausgemistet hat, kann auch am „Mitbring-Tisch“ tauschen.

Selbstverständlich bieten unsere Bio-Landwirte, -Gärtner und -Hersteller in gemütlicher Marktatmosphäre bis 20 Uhr ihre Produkte an. Am Infostand von BUND und der Biohöfegemeinschaft erfahren Sie interessante Fakten über den Anbau von Bio-Lebensmitteln und nachhaltigem Leben und werden zum „Candle-Light-Dinner“ eingeladen…

Die regionalen Bio-Händler haben Gemüse, Obst, Eier, Tee, Nudeln, Backwaren, Marmeladen, Senf und vieles mehr im Angebot! Ziegenkäse, Fleisch- und Wurstwaren sowie Imkereiprodukte werden direkt vom Hersteller verkauft.
Unsere Anbieter halten kleine Kostproben ihrer Erzeugnisse für Sie bereit und geben Ihnen gerne Tipps und Rezepte für die Zubereitung.
Alle Produkte wurden nachhaltig erzeugt und die Anbieter treten persönlich für die Qualität der von ihnen verkauften Produkte ein und beantworten gerne Ihre Fragen dazu.

Die Bio-Abendmärkte sind Teil des länderübergreifenden Projekts „Mit Bio durch Stadt und Land“. Auf insgesamt 200 Veranstaltungen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt werden Fragen rund um Bio-Lebensmittel und den ökologischen Landbau beantwortet. Im Mittelpunkt stehen dabei Besonderheiten, Richtlinien, Kontrollen und Kennzeichnungen der Bio-Branche.

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft. Weitere Informationen unter: www.bundesprogramm.de

Weitere Informationen zum Ökolandbau und zu Bio-Lebensmitteln gibt es unter www.oekolandbau.de und www.bio-siegel.de.


Die weiteren Termine für  die Bio-Abendmärkte 2014 in Magdeburg auf dem Moritzhof sind: 14. Mai, 13. August und der 16. Oktober.

Für Rückfragen: Daniela Heyer, 0391 – 56 78 30 16 und
                          Dirk Werner,    039050 – 22 27



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