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Skandal in Sachsen-Anhalt

Aufzuchtstation und Freisetzung von geschützten Tierarten zum Zwecke der Verhinderung von Bauprojekten / BUND Landesgeschäftsführer legt endlich umfassendes Geständnis ab

Magdeburg, 27.Mai 2014: Nachdem Verkehrsminister Thomas Webel jüngst den Skandal um die A 14 Feldhamster in der Magdeburger Börde aufgedeckt hat, sieht sich der BUND Landesgeschäftsführer Oliver Wendenkampf nun veranlasst, ein umfängliches Geständnis abzulegen. Nicht nur Verkehrsprojekte sind betroffen.

„Bereits seit Jahren“, so Oliver Wendenkampf, aus dem Westen eingekaufter Landesgeschäftsführer BUND Sachsen–Anhalt e.V., “ist uns klar, dass größere Infrastrukturmaßnahmen wie Verkehrswege und Gewerbegebiete, Industrie- und Tierhaltungsanlagen mit juristischen und oder politischen Mitteln nicht zu verhindern sind. Aus diesem Grund haben wir ein streng geheimes Aufzucht- und Aussetzungsprogramm aufgelegt, das mit Steuergeldern des Landes finanziert wird“.

Feldhamster (wie jüngst von Landesverkehrsminister Webel aufgedeckt), Zauneidechsen und unterschiedliche Amphibienarten (die z.B. in Dessau ausgesetzt wurden), aber auch Fledermäuse, Juchtenkäfer (Eremit) und selbst Wölfe finden sich neben zahlreichen anderen Tierarten in den Kellergewölben der Landesgeschäftsstelle und den Wiesen und Wäldern des BUND Ökogartens.

Ob sich die bewährte Praxis des zielgerichteten Aussetzens dieser Tierarten nach der Offenbarung aus dem Hause des Landesverkehrsministers Webel und dem Geständnis des BUND Sachsen-Anhalt e.V., weiter Aufrecht erhalten lässt, ist unklar. Fest steht, die betroffenen Tiere sind bis zum Vorliegen einer artenschutzrechtlichen Genehmigung zur Umsiedlung, die bislang aber noch nicht beantragt wurde, in den Aufbewahrungsbehältnissen des BUND zu belassen.

Indes ist von Reue beim BUND Landesgeschäftsführer keine Spur, er beharrt auf dem moralischen Recht des anerkannten Naturschutzverbandes, alles in seiner Macht stehende tun zu dürfen, um die Natur zu verteidigen.

Für Rückfragen:
Oliver Wendenkampf, 0160 - 7155064

Alleen – Bänder zwischen Lebensräumen

BUND startet Fotowettbewerb zur „Allee des Jahres 2014“

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) startet am 26. Mai 2014 unter dem Motto „Alleen - Bänder zwischen Lebensräumen“ einen bundesweiten Alleen-Fotowettbewerb. Der BUND möchte mit dem Fotowettbewerb 2014 auf die Bedeutung der Alleen als verbindende Struktur zwischen vereinzelten natürlichen Lebensräumen aufmerksam machen. Das Thema kann aber auch im übertragenen Sinne aufgefasst werden und eine lebendige Verbindung für die Menschen darstellen.

Fotoeinsendungen mit kurzer Begründung nimmt der BUND bis zum 16. September 2014 entgegen. Die Gewinnerallee wird von einer Jury des BUND zur „Allee des Jahres 2014“ gekürt. Am 20. Oktober 2014 zum bundesweiten Tag der Allee wird die „Allee des Jahres 2014“ vom BUND bei mit einem festlichen Akt vor Ort mit einem Schild gekennzeichnet.

Gesucht werden die schönsten Bilder von Alleen zum Thema bundesweit. Die Besonderheit der Allee kann in der Struktur- und Artenvielfalt liegen, im Schnappschuss eines erlebnisreichen Tages im Grünen oder sich in der spannenden Geschichte alter Alleen verbergen. „Nutzen Sie die angenehmen Frühsommertage für eine Wanderung oder eine Fahrradtour unter grünen Dächern mit Blütenduft und dem Summen tausender Insekten und halten Sie Ihre Erlebnisse in Bildern fest“, ruft Katharina Brückmann, Expertin für Baum- und Alleenschutz des BUND zum Fotowettbewerb auf. „Es könnte die `Allee des Jahres 2014` werden!"

Ab dem 26.05.2014 steht auf der Internetseite des BUND unter www.allee-des-jahres.de/ein Kontaktformular zur Verfügung, auf dem die Fotos hochgeladen werden können. Alternativ können Fotos auch in Papierform beim BUND Mecklenburg-Vorpommern eingesandt werden.* Dem Gewinner des Fotowettbewerbs winkt eine Übernachtung in der Pension "Zur Fledermaus" im Müritz Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern, inklusive Frühstück und Fahrradverleih. Weitere Preise sind ein Bildband „Alleen in Deutschland“ und ein Bio-Picknickkorb.

Hintergrund:

Der BUND ist seit vielen Jahren im Alleenschutz engagiert. Alleen sind ein Kulturgut und stehen unter Naturschutz. Hunderte ehrenamtlich Aktiver kümmern sich gemeinsam mit dem BUND um „ihre“ Alleen vor Ort.  Dieses Kulturgut ist allerdings bedroht. Die oft schon sehr alten Alleebäume sind zunehmend schädigenden Umwelteinflüssen ausgesetzt. Mit dem Fotowettbewerb möchte der BUND auf die Alleen aufmerksam machen, damit sich auch nachfolgende Generationen an den grünen und lebendigen Tunneln erfreuen können.

Nähere Informationen zum Fotowettbewerb finden sich unter www.bund-mv.de, Projekt „Alleenschutz“

Fotoeinsendungen bitte an Katharina.Brueckmann@bund.net oder an den
BUND Mecklenburg-Vorpommern e.V., Wismarsche Straße 152, 19053 Schwerin.
Fragen zum Wettbewerb beantworten wir Ihnen gern unter der Telefonnummer 0385-5213390.

Flusspolitik in Deutschland gewährleistet keinen ausreichenden Hochwasserschutz

Berlin: Ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe von 2013 an Donau und Elbe hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Defizite beim Hochwasserschutz kritisiert. Insbesondere fehle weiterhin eine länderübergreifende Strategie mit Schwerpunktsetzung auf ökologische Hochwasserschutzmaßnahmen.

„Gut ist, dass die Bundesregierung ihre Verantwortung erkennt und bis Herbst dieses Jahres mit den Ländern gemeinsam ein nationales Hochwasserschutzprogramm verabschieden und ein Referat Hochwasserschutz im Bundesumweltministerium einrichten will“, sagte der BUND-Hochwasserschutzexperte Winfried Lücking. „Hochwasservorsorge ist eine Gemeinschaftsaufgabe und kann nur länderübergreifend und unter Einbeziehung der Kommunen vorangebracht werden. Deshalb befürworten wir die Koordinierung der Hochwasserschutzmaßnahmen im Bundesumweltministerium“, so Lücking.

Vorbeugender Hochwasserschutz dürfe jedoch nicht auf den Bau von Stauanlagen oder die Erhöhung von Deichen reduziert werden. Dies suggeriere den Anwohnern zwar mehr Sicherheit, steigere aber zugleich die Gefahr stärkerer Flutwellen am Unterlauf der Flüsse. „Eine zeitgemäße und zukunftsfähige Flusspolitik stellt sich der Aufgabe, die ökologischen Potentiale der Gewässer zu erkennen, sie wiederherzustellen und zu sichern“, sagte Lücking. Von daher sei es unerlässlich, dass ökologische Hochwasserschutzmaßnahmen wie beispielsweise Deichrückverlegungen Vorrang erhielten. Entgegengetreten werden müsse der Tendenz, in den Ländern vor allem neue Polder zu schaffen. Dies diene nicht der Bewahrung und Entwicklung der biologischen Vielfalt. Vorteilhafter für den Gewässer- und Auenschutz sei die Rückanbindung alter Flussarme, sagte Lücking.

Bezüglich der Schwerpunktsetzung auf ökologische Maßnahmen zum Hochwasserschutz bescheinigte der BUND den Landesregierungen überwiegend Tatenlosigkeit. „Es sind vor allem die Bundesländer gewesen, die das nationale Hochwasserschutzgesetz aufgeweicht haben“, sagte Christian Kunz vom Landesverband des BUND in Sachsen-Anhalt. „Die Länder verhinderten ein generelles Bauverbot in Flussauen und stärkere Restriktionen bei der landwirtschaftlichen Nutzung potentieller Flutungsflächen“, so Kunz.

Die Auen an der Elbe seien Lebensräume mit einer sehr großen Artenvielfalt. So umfasse das 400 Kilometer lange UNESCO-Biosphärenreservat an der Elbe mehr als dreißig als FFH- und Vogelschutzgebiete ausgewiesene Naturreservate. „Zum Schutz dieser Gebiete sind das Entsiegeln ufernaher Flächen, eine ökologisch angepasste Landwirtschaft insbesondere in den Auen und ein konsequenter Schutz der Moore erforderlich“, forderte Kunz.

Ernst-Paul Dörfler, der Leiter des BUND-Elbschutz-Projektes, hob die noch unerschlossenen Potentiale für ökologische Maßnahmen zum Hochwasserschutz hervor. So seien im gesamten Elbeinzugsgebiet rund 35000 Hektar neuer Überschwemmungsflächen möglich. Bereits 2003 habe die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE) einen Hochwasservorsorge-Plan vorgelegt, der für Deichrückverlegungen 15 mögliche Standorte identifiziert habe, sagte Dörfler. Seitdem seien lediglich drei Rückdeichungen mit einer Fläche von knapp 1300 Hektar realisiert bzw. in der Umsetzung. „Bisher flossen die Gelder zur Hochwasservorsorge vorwiegend in technische Schutzmaßnahmen. Deicherhöhungen, der Bau von Rückhaltebecken oder Uferbefestigungen können natürliche Hochwasserschutz-Maßnahmen nicht ersetzen. Letztere sind bereits mittelfristig wesentlich kostengünstiger“, sagte Dörfler.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: http://www.bund.net/hochwasser 

Pressekontakt:
Winfried Lücking, BUND-Hochwasserexperte, Tel. 030-27586-465, Mobil: 0160-8293414,
Ernst-Paul Dörfler, BUND-Elbe-Projekt, Tel. 0178-1617800 bzw.
Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 030-27586-425/-489, E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net

„Es grünt so grün“ beim 2. Bio-Abendmarkt 2014 auf dem Moritzhof

Mit Miniflohmarkt „Sammelleidenschaft“

Bummeln, stöbern, informieren, kaufen, genießen: Am 14. Mai ist es wieder soweit, dann findet ab 16 Uhr der zweite Bio-Abendmarkt des Jahres auf dem Moritzhof statt. Dieses Mal haben wir einen Miniflohmarkt organisiert, mit „hübschen und feinen“ Kleinigkeiten und schönen Dingen.
Seien Sie neugierig, was wir Ihnen dieses Mal „Grünes“ präsentieren!

Selbstverständlich bieten unsere Bio-Landwirte, -Gärtner und -Hersteller in gemütlicher Marktatmosphäre bis 20 Uhr ihre Produkte an. Am Infostand von BUND und der Biohöfegemeinschaft erfahren Sie interessante Fakten über den Anbau von Bio-Lebensmitteln und nachhaltigem Leben und werden zum „Candle-Light-Dinner“ eingeladen…

Die regionalen Bio-Händler haben Gemüse, Obst, Eier, Tee, Nudeln, Backwaren, Marmeladen, Senf und vieles mehr im Angebot! Ziegenkäse, Fleisch- und Wurstwaren sowie Imkereiprodukte werden direkt vom Hersteller verkauft.

Unsere Anbieter halten kleine Kostproben ihrer Erzeugnisse für Sie bereit und geben Ihnen gerne Tipps und Rezepte für die Zubereitung.

Alle Produkte wurden nachhaltig erzeugt und die Anbieter treten persönlich für die Qualität der von ihnen verkauften Produkte ein und beantworten gerne Ihre Fragen dazu.

Die Bio-Abendmärkte sind Teil des länderübergreifenden Projekts „Mit Bio durch Stadt und Land“. Auf insgesamt 200 Veranstaltungen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt werden Fragen rund um Bio-Lebensmittel und den ökologischen Landbau beantwortet. Im Mittelpunkt stehen dabei Besonderheiten, Richtlinien, Kontrollen und Kennzeichnungen der Bio-Branche.

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft. Weitere Informationen unter: www.bundesprogramm.de

Weitere Informationen zum Ökolandbau und zu Bio-Lebensmitteln gibt es unter www.oekolandbau.de und www.bio-siegel.de.

Die weiteren Termine für  die Bio-Abendmärkte 2014 in Magdeburg auf dem Moritzhof sind: der 13. August und der 16. Oktober.

Für Rückfragen: Daniela Heyer, 0391 – 56 78 30 16 und
                             
Dirk Werner,    039050 – 22 27



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