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Keine rechtsfreier Raum für Schweinehalter Straathof

BUND Sachsen – Anhalt e.V. fordert Minister Aeikens auf endlich auch Recht und Gesetz gegenüber Schweinehalter Straathof durch zusetzen

Stemmern/Magdeburg, 17.Juli 2014: Auf der öffentlichen Sitzung des Landesarbeitskreises Landwirtschaft des BUND Sachsen-Anhalt e.V. in der von der unsäglichen Tierhaltungspolitik der Landesregierung ebenfalls betroffenen Gemeinde Sülzetal verabschiedeten etwa 50 anwesende die „Stemmeraner Erklärung“ in der Landwirtschaftsminister zum konsequenten Handeln aufgefordert wurde.

In der Erklärung heißt es u.a. „Wir sind entsetzt und betroffen von den Bildern, die in der ARD-Sendung ´Gequält, totgeschlagen und weggeworfen – das Leid in Deutschlands Ferkelfabriken´ gezeigt wurden.“

Die  Exclusiv-Reportage der Report-Mainz-Journalisten Monika Anthes und Edgar Verheyen, die am 14.Juli in der ARD ausgestrahlt wurde, hat in erschreckender Deutlichkeit gezeigt, wie dringend ein grundsätzliches Umdenken in der gegenwärtigen landwirtschaftlichen Tierhaltung ist – mit ihrer Massen- und Überschussproduktion, bei der Tiere zu Produktionsfaktoren degradiert werden und bei der „überzählige“ Ferkel zum System gehörten. Diese Reportage hat auch gezeigt, wie richtig die Kritiker mit ihren grundsätzlichen Bedenken gegenüber solchen „Produktionsweisen“ liegen.

Oliver Wendenkampf, Geschäftsführer des BUND Sachsen – Anhalt e.V. dazu: „Ganz zu Recht wird daher nicht nur von uns, eine rasche Agrarwende gefordert - hin zu einer artgerechten Tierhaltung ohne Überforderung der Tiere, ohne systematische Überproduktion und mit Achtung vor den Tieren als Mitgeschöpfen.

Die Unterzeichner der Stemmeraner Erklärung fordern von Minister Dr. Aeikens daher:

  • Das Wegschauen vor unhaltbaren Zuständen und das „Durchwinkens“ von Agrarfabrik-Bauanträgen muss ein Ende haben. Auch in Sachsen-Anhalt.“
  • Ein konsequentes Vorgehen gegen die Missstände in der Tierhaltung – bis hin zum Berufsverbot und bis zur Stillegung dieser Agrarfabriken. 
  • Bei den im ARD-Beitrag genannten Agrarindustriebetrieben von Herrn Straathof müssen jetzt endlich Konsequenzen gezogen werden, Bußgelder eingetrieben und bestehende Urteile umgesetzt werden.
  • Es kann und darf nicht sein, dass geltendes Recht unter den Augen von Verwaltung und zuständigem Ministerium von einzelnen „Tierproduzenten“ ignoriert wird

Hier können Sie die komplette  "Stemmeraner Erklärung" lesen.

Für Rückfragen: Oliver Wendenkampf, 0160 7155064

PKW Maut - Letzte Ausfahrt Dobrinth:

PKW Maut-Trickserei soll die fehlenden Mittel für den A 14 Neubau beschaffen / BUND kritisiert neuerliche Nebelkerze des Landesverkehrsministers

Magdeburg, 8.7.2014: Nachdem die EU Kommission bei Ihrer Position keine Strukturfondsmittel für deutsche Autobahnen und Bundesstraßen zur Verfügung zu stellen und auch die von Minister Webel im vergangenen Jahr avisierte Idee der „ Umschichtung von Bundesmitteln“  nicht gegriffen hat, treibt Webel nun eine neue Sau durchs Dorfs: Die PKW Maut!

Für den BUND Sachsen–Anhalt e.V. und seinen Landesgeschäftsführer ein Indiz mehr, dass die BAB 14 zwischen Magdeburg und Wittenberge nicht kommen wird.
Umso größer das Unverständnis des BUND e.V. und seines Landesverbandes Sachsen–Anhalt, dass das Land nicht endlich dem gesunden Menschenverstand und der Finanzlage folgt und von seinen Autobahnplänen ab sieht und statt dessen die Alternative des BUND (bedarfsgerechter Ausbau der Bundesstraßen 71, 189 und 190) aufgreift.

„Nach wie vor“, so BUND-Landesgeschäftsführer Oliver Wendenkampf, "stehen wir zu unserem Wort, gemeinsam mit Landes- und Bundesregierung den bedarfsgerechten Ausbau der Bundesstraßen – inkl. Ortsumfahrungen unterstützend zu begleiten.

Aus diesem Grund haben wir auch dem Bau der Ortsumfahrung Colbitz zugestimmt und werden auch dem Anschluss der 4spurigen B 189 bei Mose an eben diese Ortsumfahrung zustimmen.

In diesem Zusammenhang sei der Landesverkehrsminister gut beraten, so Wendenkampf, wenn er für den bevorstehenden Bundesverkehrswegeplan den BAB 14 Abschnitt von Magdeburg bis Schwerin als 2 + 1 Variante anmelden würde.

Für Rückfragen: Oliver Wendenkampf, 0160 7155064

Geplante Tierhaltungsanlage in Sülzetal OT Stemmern

Behörde legt Erörterungstermin in die Sommerferien /
BUND und private Einwender fordern Verlegung

Magdeburg/Stemmern, 9.7.2014: In der Gemeinde Sülzetal im Landkreis Börde wird die Genehmigung einer Hähnchenmastanlage für 2.800.000 Tiere beantragt. Es gibt in der Bevölkerung erheblichen Widerstand hiergegen, beim Landesverwaltungsamt gehen in diesen Tagen zahlreiche Einwendungen ein.

Der Erörterungstermin für die Anlage wurde vom Landesverwaltungsamt auf den 12.8.2014 und damit mitten in die Ferienzeit festgesetzt. Bürgerinitiative und BUND haben nun das Landesverwaltungsamt aufgefordert, den Erörterungstermin zu verlegen.

BUND-Landesgeschäftsführer Oliver Wendenkampf: „Seit Stuttgart 21 tragen die Behörden gebetsmühlenartig vor, dass die BürgerInnen besser beteiligt werden sollen. Nur das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt meint, dass es auf die Beteiligung der Bürger keine Rücksicht nehmen muss. Mit dem Erörterungstermin in den Sommerferien gewährleistet das Landesverwaltungsamt zuverlässig, dass zahlreiche Betroffene daran nicht teilnehmen können. Auch so kann man sich Bürgerbeteiligung vom Leib halten. Wir haben daher das Landesverwaltungsamt aufgefordert, den Erörterungstermin zu verlegen.“

Für Rückfragen: Oliver Wendenkampf, 0160 7155064



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