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K & S Kali GmbH

Umweltschäden durch Versalzung

Bei Zielitz befinden sich beidseitig der Bahnstrecke Magdeburg – Stendal die größten zusammenhängenden Kalirückstandshalden in Deutschland. An diesem Standort werden von der K & S Kali GmbH 40% der von ihr in Deutschland produzierten Kalimenge gewonnen, das sind ca. 5% der Kaliweltproduktion.  Der Anteil an KaCl im geförderten Rohsalz, das in erster Linie als Dünger verarbeitet wird, beträgt am dortigen Standort ca. 20%. Die übrigen 80% werden nur zu einem ganz geringen Teil verwertet und seit dem Beginn des Abbaubetriebes im Jahre 1973 aufgehaldet. Dieser Rückstand besteht zu > 93% aus wasserlöslichem NaCl (Kochsalz). Jährlich fallen ca. 10 Mio t Rückstand am Standort Zielitz an.

Zur Ausbeutung des noch bis ca. 2043 reichenden Vorkommens will  K & S die Genehmigung beantragen, auch die dabei anfallende Rückstandsmenge von insgesamt 240 Mio t vollständig aufzuhalden. Dazu soll die Haldenfläche noch einmal fast verdoppelt werden: um 210 ha.  Die bisher genutzte bzw. genehmigte Haldenfläche beträgt 232,1 ha.  Mit dem dazu erforderlichen Planfeststellungsverfahren, mit dessen Eröffnung im Jahr 2015 zu rechnen ist, soll auch die Genehmigung zur Einleitung von zusätzlichem Salzabwasser in die Elbe erlangt werden, das sich aus Haldenwasser und dem zur Kaliabscheidung benötigtem Prozesswasser zusammensetzt, insgesamt 1,2 Mio m³/a.

Die vorgesehene Haldenfläche liegt in einem naturschutzfachlich hochwertigen Mischwald innerhalb des LSG „Lindstedt-Ramstedter Forst“ einschließlich des FFH-Gebietes „Bunker Dornberg“ (Fledermausüberwinterungsquartier). In diesem Waldgebiet befindet sich ein Seeadlerbrutplatz. 13 von 21 in Sachsen-Anhalt vorkommenden Fledermausarten sind hier nachgewiesen.

Neben den eintretenden Beeinträchtigungen für Natur – FFH- und artenschutzrechtlich – und Landschaft sind Risiken langfristiger  Umweltschäden nicht auszuschließen, in erster Linie in Form  einer Versalzung des Grundwassers und  umliegender Böden. Auch viele Jahrhunderte nach Einstellung der Kaligewinnung fallen weiterhin große Mengen Salzabwasser an durch Auswaschung der Abraumhalden bei Regen,   ca. 1 Mio m³/a. Es kann keine Sicherheit darüber geben, ob mittels der geplanten Basisabdeckung der  Halde das Eindringen von Salzwasser in den Untergrund und damit das Grundwasser dauerhaft verhindert werden kann. Als  Basisabdeckung unter der im Endzustand mindestens 200 m hohen Halde wird  eine 30 cm dicke Tonschicht projektiert. Logischerweise muss eine Beseitigung von in der Zukunft eintretender Umweltschäden auf Kosten der Allgemeinheit  geschehen, sofern sie überhaupt möglich ist, denn die Kaliausbeutung als nahezu einziges Geschäftsfeld von K & S  in Deutschland ist in wenigen   Jahrzehnten zuende in Folge Erschöpfung der Vorkommen.

Der BUND fordert K & S dazu auf, ein Konzept zu erarbeiten, bei dem auf weitere Haldenaufschüttung verzichtet wird und der Rückstand teils verarbeitet wird, teils in die entstandenen Hohlräume verbracht wird. Ein solches Konzept ist technisch und wirtschaftlich machbar.

Petition  zur Beendigung der Haldenaufschüttung.

https://www.openpetition.de/petition/online/der-raubbau-und-die-umweltverschmutzung-durch-den-kalibergbau-in-deutschland-muss-beendet-werden

Die Petition läuft bis zum 01.10.2014.



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Donnerstag, 1.6. "Milch-Markt-Macht - die Probleme der Milchbauern", Information und Diskussion mit Landwirten, ab 16 Uhr im Moritzhof Magdeburg

 

Montag, 5.6. Pflanzenschönheiten zum Pfingstmontag im Umweltzentrum Franzigmark, BUND Halle-Saalekreis, Botanische Exkursion und Verarbeitung von Sommerkräutern, 11- 16 Uhr

 

Dienstag, 6.6. Abendspaziergang an den Elben, Treffpunkt Sternbrücke, Inselseite (Rotehornpark), 18:30 bis etwa 20:30 Uhr

 

Donnerstag, 8.6. BioAbend- und LokalMarkt Magdeburg und im Rahmen der "Langen Woche der Nachhaltigkeit" zusätzlich der "Markt zur guten Tat" ab 15 Uhr bis 21 Uhr, Schellheimer Platz

 

Sonntag, 11.6. Das nachhaltigste Karussell der Welt, Familienhaus Magdeburg, 10-14 Uhr

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