Sie befinden sich hier:

Nutzung der Windenergie in der Planungsregion Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg

BUND lehnt Ausweitung der Windfelder Kemberg/ Dorna und Trebitz/Schnellin ab

Wittenberg, 31.07.2015: Anlässlich der geplanten Erweiterung der Windfelder Kemberg/Dorna und Trebitz/Schnellin muss der BUND Sachsen – Anhalt e.V. nach Durchsicht der vorliegenden Unterlagen feststellen, dass eine Erweiterung zu einer Verschärfung bereits bestehender artenschutzrechtlicher Konflikte hinsichtlich des Zug- und Rastgeschehens führen wird und damit gegen die internationale RAMSAR Konvention und das europäische FFH-Recht verstoßen würde.

Selbstverständlich begrüßen wir nach wie vor die Ausweitung der Nutzung der Windenergie auch in Sachsen – Anhalt und im Landkreis Wittenberg“, so Oliver Wendenkampf, Landesgeschäftsführer des BUND Sachsen – Anhalt e.V., „nicht aber um den Preis des aktiven Verstoßens gegen geltendes Naturschutzrecht“.

Der BUND Sachsen – Anhalt e.V. rät dem Landkreis und der Planungsgemeinschaft Anhalt – Bitterfeld daher dringend, von der geplanten Ausweitung der Windfelder abzusehen, da andernfalls eine juristische Auseinandersetzung unausweichlich wäre. Eine Auseinandersetzung, bei der die regionale Planungsgemeinschaft und der Landkreis nur verlieren könnten, so Wendenkampf.

Konkret Betroffen davon besonders folgende Gänsearten: Saat-, Bläss-, Grau-, Kurzschnabel-, Weißwangen-, Zwerg- und Rothalsgans

Darüber hinaus die Vogelarten, Sing- Zwerg- und Höckerschwan und Kranich

Für Rückfragen: Oliver Wendenkampf, 0160 - 71 55 064

Ausweisung Landschaftsschutzgebiet Wische

Grenzziehung nicht sachgemäß / BUND kritisiert den aktuellen Entwurf zum Landschaftsschutzgebiet Wische.

Werben, 30.07.2015: Anlässlich der Abgabe  seiner Stellungnahme zum geplanten Landschaftsschutzgebiet äußert der Landesgeschäftsführer des BUND Sachsen – Anhalt e.V., Oliver Wendenkampf: „Wir  begrüßen, dass  die  Altmärkische Wische endlich dauerhaft als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden soll.“ Die geplante Grenzziehung, nach der  nur ungefähr 35% der Fläche unter Schutz gestellt werden soll, könne der BUND aber nicht akzeptieren. „Es gibt keine sachlichen Gründe für die vorgenommene Abgrenzung. Die Wische ist eine landschaftliche Einheit mit festen Gebietsgrenzen.“ Eine Abstufung nach wertvolleren und weniger wertvollen Flächen sei innerhalb des Gebiets ist daher weder naturräumlich noch naturschutzfachlich zu rechtfertigen.

„Die Tatsache, dass unterschiedliche Fachbehörden – wie z.B. die Untere Naturschutzbehörde und das Landesumweltamt - zu der Einschätzung gelangt sind, dass die gesamt Wische aufgrund ihrer Einzigartigkeit und ihrer naturschutzfachlichen Bedeutung unter Schutz gestellt werden sollen, sollten selbst dem Landrat zu denken geben und ihn veranlassen die gesamte Wische, also 100% unter Schutz zu stellen, und nicht nur ein mickriges Drittel“, so Wendenkampf abschließend

Der Schutz des Landschaftsbildes durch die Verbote baulicher Anlagen von über 20 m Höhe und z.B. von Massentierhaltungsanlagen sei daher für die gesamte Wische erforderlich.

Unabhängig von der Frage einer verwaltungsrechtlichen  Angreifbarkeit der Ausweisung eines „Schrumpfgebietes“ gäbe der Landrat mit seiner Entscheidung das fatale Signal in die Öffentlichkeit,  dass Lobbyisten bei ihm ein offenes Ohr finden.

Für Rückfragen: Oliver Wendenkampf, 0160 - 71 55 064

Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung

BUND kritisiert steigende Mengen von Reserveantibiotika im Stall / BUND Sachsen – Anhalt fordert ein MORATORIUM für so genannte industrielle Tierhaltungsanlagen im Lande und Landwirtschaftsminister Aeikens auf endlich die Bevölkerung effektiv zu schützen

Magdeburg, 29.07.2015: Anlässlich der heute vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlichten Antibiotika-Abgaben der pharmazeutischen Industrie an Tierärzte kritisierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die zunehmende Verwendung von sogenannten Reserveantibiotika im Stall. Die Menge herkömmlicher Wirkstoffe sinke zwar, doch Reserveantibiotika würden zum Teil in größerem Umfang eingesetzt, obwohl sie laut Weltgesundheitsorganisation besonders wichtig für die Therapie beim Menschen sind. Die Bundesregierung hatte angekündigt strengere Regeln für Reserveantibiotika im Stall zu erlassen, doch gehandelt habe der zuständige Agrarminister nicht. „Minister Christian Schmidt schaut bislang tatenlos nach Brüssel, von wo sogar noch Aufweichungen der bestehenden Regeln für Antibiotika im Futter drohen“, sagte die BUND-Agrarexpertin Reinhild Benning.

Für den BUND Sachsen – Anhalt e.V. weißt dessen Landesgeschäftsführer, Oliver Wendenkampf, darauf hin, dass sich die Zunahme von Mega-Mastanlagen in Sachsen - Anhalt auch in einem steigenden Antibiotikaeinsatz niederschlage und fordert ein MORATORIUM für industrielle Tierhaltungsanlagen im Lande. „Ein solches MORATORIUM“, so Wendenkampf, „wäre ein erster, längst überfälliger Schritt, um Menschen und Tiere langfristig vor den Risiken der Agrarindustrie zu schützen. Der BUND forderte die Bewohnerinnen und Bewohner Sachsen – Anhalts auf, sich schriftlich an den zuständigen Minister Onko Aeikens zu wenden, um dieser Bitte Nachdruck zu verleihen.

„In die Billigfleisch- und Milchproduktion in Deutschland gelangten im Jahr 2014 mehr als 1200 Tonnen Antibiotika“, so die BUND-Expertin Benning weiter. „Ohne Antibiotika würden weit weniger Tiere die Schlachtbank erreichen, weil viele im System aus Höchstleistungszucht, Turbomast und enger Haltung im
eigenen Kot erkranken. Statt der vorherrschenden Zucht zu immer
höherer Milch- und Fleischleistung in immer kürzerer Zeit, braucht
es einen Wandel in der Tierhaltung“, so Benning. Der BUND forderte
ein Verbot von Qualzucht, das Ende der erlaubten Verstümmelung
von Tieren und angemessene Erzeugerpreise für Bauern. Diese
Maßgaben seien die Voraussetzung für nachhaltige Zuchtziele, eine tiergerechte Haltung und die Verwendung von Futtermitteln aus heimischer Erzeugung. „Die Tatenlosigkeit der Bundesregierung und der Preisdruck durch Discounter und exportfixierte Schlachthofkonzerne tragen dazu bei, dass der Antibiotikamissbrauch im Stall zum Alltag der Massentierhaltung gehört. Das widerspricht den Ankündigungen der Staats- und Regierungschefs beim G-7-Gipfel zum Schutz der ,Einen Gesundheit von Mensch und Tier‘“, sagte Benning.

Der BUND erwarte auch angesichts alarmierend hoher Werte von antibiotikaresistenten Keimen auf Fleisch ein gemeinsames Vorgehen von Bundesregierung und Bundesländern. „Bund und Länder tragen gemeinsam die Verantwortung für strenge Regeln gegen den noch immer zu hohen Einsatz von Antibiotika in industriellen Tierhaltungen. Wir brauchen einen besseren gesetzlichen Tierschutz im Stall und eine verpflichtende Kennzeichnung des Tierschutzniveaus auf jedem Fleischprodukt“, forderte Benning. Verbraucher müssten die Chance erhalten, aktiv an der Kühltheke tierfreundliche bäuerliche Betriebe zu unterstützen, die in der Regel kaum Antibiotika benötigten.

Für Rückfragen: Oliver Wendenkampf, 0160 - 71 55 064FÜR INDUSTRIELLE Tierhaltungsanlagen in LSA

Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung

BUND kritisiert steigende Mengen von Reserveantibiotika im Stall

Magdeburg, 29.07.2015: Anlässlich der heute vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlichten Antibiotika-Abgaben der pharmazeutischen Industrie an Tierärzte kritisierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die zunehmende Verwendung von sogenannten Reserveantibiotika im Stall. Die Menge herkömmlicher Wirkstoffe sinke zwar, doch Reserveantibiotika würden zum Teil in größerem Umfang eingesetzt, obwohl sie laut Weltgesundheitsorganisation besonders wichtig für die Therapie beim Menschen sind. Die Bundesregierung hatte angekündigt strengere Regeln für Reserveantibiotika im Stall zu erlassen, doch gehandelt habe der zuständige Agrarminister nicht. „Minister Christian Schmidt schaut bislang tatenlos nach Brüssel, von wo sogar noch Aufweichungen der bestehenden Regeln für Antibiotika im Futter drohen“, sagte die BUND-Agrarexpertin Reinhild Benning.

„In die Billigfleisch- und Milchproduktion in Deutschland gelangten im Jahr 2014 mehr als 1200 Tonnen Antibiotika“, so die BUND-Expertin. „Ohne Antibiotika würden weit weniger Tiere die Schlachtbank erreichen, weil viele im System aus Höchstleistungszucht, Turbomast und enger Haltung im eigenen Kot erkranken. Statt der vorherrschenden Zucht zu immer höherer Milch- und Fleischleistung in immer kürzerer Zeit, braucht es einen Wandel in der Tierhaltung“, so Benning. Der BUND forderte ein Verbot von Qualzucht, das Ende der erlaubten Verstümmelung von Tieren und angemessene Erzeugerpreise für Bauern. Diese Maßgaben seien die Voraussetzung für nachhaltige Zuchtziele, eine tiergerechte Haltung und die Verwendung von Futtermitteln aus heimischer Erzeugung. „Die Tatenlosigkeit der Bundesregierung und der Preisdruck durch Discounter und exportfixierte Schlachthofkonzerne tragen dazu bei, dass der Antibiotikamissbrauch im Stall zum Alltag der Massentierhaltung gehört. Das widerspricht den Ankündigungen der Staats- und Regierungschefs beim G-7-Gipfel zum Schutz der ,Einen Gesundheit von Mensch und Tier‘“, sagte Benning.

Der BUND erwarte auch angesichts alarmierend hoher Werte von antibiotikaresistenten Keimen auf Fleisch ein gemeinsames Vorgehen von Bundesregierung und Bundesländern. „Bund und Länder tragen gemeinsam die Verantwortung für strenge Regeln gegen den noch immer zu hohen Einsatz von Antibiotika in industriellen Tierhaltungen. Wir brauchen einen besseren gesetzlichen Tierschutz im Stall und eine verpflichtende Kennzeichnung des Tierschutzniveaus auf jedem Fleischprodukt“, forderte Benning. Verbraucher müssten die Chance erhalten, aktiv an der Kühltheke tierfreundliche bäuerliche Betriebe zu unterstützen, die in der Regel kaum Antibiotika benötigten.

Der BUND wies darauf hin, dass sich die Zunahme von Mega-Mastanlagen in Brandenburg auch in einem steigenden Antibiotikaeinsatz in der Postleitzahl-Region 16 niederschlage. Die Zahlen zeigten, dass das Volksbegehren gegen Massentierhaltung in Brandenburg besonders wichtig sei, um Menschen und Tiere langfristig vor den Risiken der Agrarindustrie zu schützen. Der BUND forderte die Bewohner Brandenburgs auf, das Volksbegehren zu unterzeichnen; dies sei in allen Kreisbehörden möglich.

Weitere Informationen: www.volksbegehren-massentierhaltung.de

Pressekontakt: Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin, Mobil: 0175-7263779 bzw. Oliver Wendenkampf, 0160 - 71 55 064



Suche

Metanavigation: