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Fisch

Wenn wir Fisch essen, dann wählen wir besonders gerne Raubfische, wie Forelle, Lachsforelle, Thunfisch, Hecht, Zander, Lachs, Pangasius, Steinbutt, Dorade… Ohne Aquakulturen wäre dieser Bedarf weltweit nicht mehr zu decken. Auch hier sollten wir besonders auf die Herkunft achten. Denn Aquakultur bedeutet oft: Massentierhaltung, da auf Grund der niedrigen Preise für Fisch in konventionellen Aquakulturen nur hohe Besatzdichten ökonomisch sind. Und das bedeutet erhöhtes Infektions- und Krankheitsrisiko – und damit Zufütterung von Antibiotika und anderen Medikamenten. Darüber hinaus benötigen diese Fische auch immer wieder Frischwasser, das zugeführt werden muss. Dazu kommen die Futtermittel. Raubfische benötigen eiweißreiches, tierisches Futter. Für ein Kilo Forelle braucht es etwa 10 Kilo „Futterfisch“. Um diesen Nahrungsbedarf zu decken, wird in den Fischfarmen oft Fischmehl gefüttert. Und das besteht aus dem sogenannten „Beifang“ und synthetischen Aminosäuren (mit hohem Energieaufwand produziert). Oder Krill; die natürliche Nahrung von Wal, Robbe, Eisbär und Co., wird gefischt und zu Fischmehl verarbeitet. Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation (FAO) sind von den weltweit kommerziell genutzten Fischbeständen bereits 53 % bis an die Grenze genutzt und 32 % überfischt bzw. bereits erschöpft. Die industrielle Fischereibranche arbeitet nicht nachhaltig und die Fangquoten sind zu hoch angesetzt. Verantwortungslose Fischerei verstärkt die globale Ungerechtigkeit: Viele ärmere Menschen der Küstenregionen des globalen Südens sind auf die Fischerei als wichtigste Nahrungsquelle angewiesen. Durch die sinkenden Fischbestände sind jedoch ihre Ernährung und die Arbeitsplätze zunehmend in Gefahr. Doch nicht nur das, manche Fischarten sind mittlerweile vom Aussterben bedroht oder sehr stark überfischt.

Die Fischerei vernichtet Leben

Millionen Tonnen Fische (bis zu 80 %) sind der oben erwähnte so genannte „Beifang“, also Fisch, der nicht als Speisefisch verwendet werden kann. Dieser wird zu großen Teilen gleich wieder tot oder schwer verletzt ins Meer „entsorgt“ oder als „minderwertiger“ Fisch als billiges Futter für Hühner oder Schweine in der Landwirtschaft oder auch für Garnelen und Lachse in den Aquakulturen verwendet. Zusätzlich zerstören konventionelle industrielle Fangmethoden wie die Fischerei mit Grundschleppnetzen wertvolle Ökosysteme wie Korallenriffe und nehmen den Fischen ihre Rückzugsorte. Also, auch bei Fisch gilt: Wenn Fisch, dann nach strengen Kriterien zertifiziert. Bedenkenlos können FischgenießerInnen Bio-Forelle, Bio-Saibling und Friedfische, wie Karpfen und die Barbe oder Hering kaufen. Okay sind MSC-zertifizierte Thunfische, Pazifischer Lachs und Kabeljau. Außerdem die biozertifizierten Fischprodukte. Gute und kompakte Einkaufsführer zum Fischkauf gibt es von Greenpeace und WWF und als App den GoodFish Guide.

MSC

Marine Stewardship Council – Fische aus Bestandserhaltender Fischereiwirtschaft. Um die globalen Fischbestände langfristig zu sichern, hat der MSC zusammen mit Fischereiexperten und Umweltschutzorganisationen Standards für eine nachhaltige Fischerei erarbeitet. Das Siegel des Marine Stewardship Councils (MSC) kennzeichnet Produkte aus bestandserhaltender Fischereiwirtschaft und nachhaltiger Fischerei. www.msc.org/de



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Samstag, 21.10. Bandi-Biber-Cup am Grünen Band, aktives Naturquiz für die ganze Familie an das Grüne Band bei Salzwedel, 11-13.30 Uhr.

Bitte mit Anmeldung bis zum 14.10.2017 unter ute.machel@bund-sachsen-anhalt.de oder unter der Telefonnummer 0160 44 00 376

 

Mittwoch, 25.10., Ortsgruppen-Treffen Quedlinburg, 19 Uhr, Pizzeria "Zur Hölle", Stieg 20

 

Impressionen von der Fahrradtour gegen die Deponie begann in Lützen bei YouTube...

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