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Eierei: Kein Ei mit der 3

Nur etwa die Hälfte unseres Eierverbrauchs sind „Schaleneier“. Der andere Teil der Eier ist in anderen Lebensmitteln „versteckt“, so zum Beispiel in Backwaren und Fertiggerichten. Aber auch Weine und Säfte werden mit Gelatine oder Eiklar vom Huhn gefiltert. Außerdem werden nicht alle Eier, die wir verbrauchen, in Europa produziert. So sind mehr als 1/5 aller in Deutschland, Österreich und der Schweiz konsumierten Eier „unklarer“ Herkunft – und stammen (verarbeitete Bioprodukte ausgenommen) vermutlich zum großen Teil aus Käfighaltung. Schauen wir uns mal die Haltungsformen von Legehühnern in Europa an:

3 – Käfighaltung

Die „klassischen“ Legebatterien sind zwar seit 2009 in Deutschland und seit 2012 in der gesamten EU verboten, jedoch verläuft die Umsetzung in einigen EU-Ländern schleppend. Außerdem ist der Import von solchen Eiern durch Freihandelsabkommen zwischen der EU und anderen Staaten quasi „durch die Hintertür“ immer noch möglich - die oben erwähnten Eier „unklarer“ Herkunft. Die Käfig- Hennen in der EU werden nun auf etwas mehr Platz, in sogenannten „Kleingruppen“ in größeren Käfigen, aber immer noch auf engstem Raum (12,5 Hennen/m²) gehalten.

2 – Bodenhaltung

Bodenhaltung ist Massentierhaltung unterm Fabrikdach. Die Hennen haben hier jedoch ein wenig mehr Platz (7-9 Hennen/m²).

1 – Freilandhaltung

In der Freilandhaltung stehen jeder Henne mindestens 4m² an Auslauffläche zur Verfügung. Sind sie im Stall, müssen sich 7-9 Hennen einen Quadratmeter teilen.

0 – Bio

Hier stehen den Hennen ebenfalls mindestens 4m² Auslauffläche, aber mehr Platz im Stall zur Verfügung (max. 6 Hennen/m²). Sie erhalten gentechnikfreies Futter ohne Tiermehl und chemische Zusätze. Zudem bleiben sie vom Schnäbel-Kürzen verschont, das vor allem bei der Haltung auf engem Raum Anwendung findet.

Egal ob Bio oder nicht – die Situation der Hühner ist nicht das Gelbe vom Ei. Denn wir reden bisher von „Hennen“ – wo sind die Hähne? Männliche Küken werden, kurz nachdem sie schlüpfen, entweder vergast oder geschreddert (auch bei der Biolegehennenhaltung ist das noch oft so, leider). Die Ursache hierfür ist die in den letzten Jahrzenten praktizierte spezialisierte Zucht auf entweder Lege- oder Fleischleistung. Es ist bei den derzeitigen Preisen nicht möglich, das jeweilige „Koppelprodukt“ rentabel zu erzeugen. Neben den noch nicht kommerziell umsetzbaren Bestrebungen, das Geschlecht der Küken bereits im Ei zu bestimmen, hat sich u.a. die „Bruderhahn Initiative Deutschland“ zum Ziel gesetzt, dieses Töten zu beenden und der Tierethik mehr gerecht zu werden. Auch bei „ei care“ werden alle Küken aufgezogen. Ziel sind spezielle Zweinutzungsrassen mit allerdings geringerer Lege- und Mastleistung. Die sogenannten „Bruderhähne“ werden auch aufgezogen und ihnen wird zumindest etwas Lebenszeit gegeben, bis sie geschlachtet und verkauft werden. In der Konsequenz werden der höhere Futteraufwand und die längere Mastdauer auf den Eierpreis umgelegt. Die Eier dieser Initiativen sind etwa 4 Cent teurer, ersparen den Tieren aber großes Leid und schenken ihnen ein längeres Leben. Mehr Informationen unter: www.bruderhahn.de und www.aktion-ei-care.de Bei weiterverarbeiteten Produkten wie Nudeln und Backwaren ist es wie oben dargestellt meist nicht ersichtlich, aus welcher Art der Tierhaltung die Eier stammen. Gleiches gilt übrigens auch für Milch und Milchprodukte. Daher unser Tipp, Sie ahnen es schon: Auch hier am besten Bio wählen! Oder kochen und backen Sie mal vegan und entdecken Sie neue Gerichte. Es funktioniert – und schmeckt! – wirklich!



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Samstag, 25.3. Vogelexkursion am Grünen Band, 14:00 Uhr, mit dem Ornithologen Olaf Olejnik (BUND), Altes Silo an der B248 nördl. Hoyersburg, 2,0 Std / ca. 3 km

 

'EarthHour'

Samstag, 25.3. zwischen 20:30 und 21:30 Uhr: Licht aus! und auch alle anderen unnötigen Stromverbraucher ausschalten.

 

Freitag, 31.3. Exkursion Gehupft wie gesprungen, 20:30 Uhr, mit dem Amphibien-Experten Ralf Knapp & Ute Machel (BUND), Am Sportplatz in Brietz, Gut für Kinder geeignet !!, 2,0 Std / ca. 1 km

 

Mittwoch, 19.4. Landesvorstandssitzung, ab 17.30 Uhr in Magdeburg, Landesgeschäftsstelle

 

BUND Frosch-Camp 22.4. in Dessau - Programm unter "Biotopschutz"

 

Samstag 29.04. 5. Radtour der BI „Zukunft statt Braunkohle - Region Lützen“, 12:30Uhr, Marktplatz in Lützen - Programm unter "Energiepolitik"

 

Donnerstag, 4.5. Wahl-Mitgliederversammlung BUND-Kreisgruppe MD, 18.15 Uhr, in der Landesgeschäftsstelle

 

 

 

 

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