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Schuhe

Wir alle tragen Schuhe. Täglich. Und wir kaufen uns häufig neue. Laut Deutschem Schuhinstitut kaufen Frauen durchschnittlich 6 Paar Schuhe, Männer durchschnittlich 2 Paar Schuhe – im Jahr! Doch was genau wissen wir über die Produktionsbedingungen, unter denen unsere Schuhe hergestellt werden? Wo kommt das Leder her? Können wir das gefährliche chemische Gerbverfahren, bei dem giftiger Gerbschlamm, belastet mit Schwermetallen und Chromsalzen, ungefiltert in Flüsse geleitet wird, wirklich tolerieren? Ist der hohe Wasserverbrauch bei pflanzlicher Gerbung wirklich sinnvoll? Ist ein synthetischer Gummiabsatz wirklich „grün“? Ist es okay, mangels biologischer Alternativen, lösemittelhaltige Kleber zu verwenden? Für Schuhe gibt es derzeit nicht wirklich verbindliche Richtlinien oder eine Zertifizierung für ökologisches Schuhwerk. Damit wir mit gutem Gewissen gehen können, müssen wir also – leider – wieder genauer hinschauen. Während der Schuh in früheren Tagen ein haltbares handwerkliches Werk war, „verkommt“ er zunehmend zu einem billigen Wegwerfprodukt. Doch auch heute bestehen Schuhe zumeist aus Leder, dessen Produktionsweise sozial, tierrechtlich und ökologisch problematisch ist. Die Lederindustrie ist eng mit der industriellen Fleischindustrie verknüpft. Die Tierhäute werden für die globale Lederindustrie weiterverarbeitet. Einige der größten Fleischproduzenten betreiben bereits ihre eigenen Ledergerbereien. Diese finden sich aus Kostengründen häufig in den so genannten „Billiglohnländern“, wie Indien, China oder Bangladesch. Das chemische Gerbverfahren stellt bei der Produktion eine Gefahr für Mensch und Umwelt dar, da in diesen Ländern mit geringen Arbeitsschutzstandards die ArbeiterInnen oftmals giftigen Gerbdämpfen ausgesetzt sind, die Lungenschäden hervorrufen können und krebserregend sind. Der Gerbschlamm wird dann oftmals ungefiltert in die umliegenden Gewässer geleitet - mit verheerenden Schäden in den lokalen Ökosystemen. In fast jedem zweiten Schuh kann zudem Chrom VI nachgewiesen werden, das bei unsachgemäßem Gebrauch von Gerbsalzen entstehen kann. Nicht nur der/die NäherIn, sondern auch der/die KonsumentIn trägt ein gesundheitliches Risiko. Hautkontakt mit belasteten Lederschuhen kann Hautekzeme verursachen, auch durch den Schweiß über die Socken.

Wie also sollten nachhaltige Schuhe sein?


Sie sollten haltbar, fair gehandelt und in Produktion, Rohstoffen, Anbau und späterer Entsorgung ökologisch sein. Wenn sie dann auch noch „chic“ aussehen, wäre es super. Haltbare Alternativen zu Leder bestehen aus Kunstfasern, die auch im Winter warmhalten. Sympatex besteht aus Polyetherester-Verbindungen und kann vollständig recycelt werden. Die Stoffe der Firma „vaude“ sind ebenfalls zu empfehlen. Gore-Tex steht im Verdacht PTFE zu enthalten und ist daher aus gesundheitlichen Gründen eher nicht zu empfehlen. Die Tatsache, dass Schuhe vegan hergestellt und zertifiziert sind, bedeutet nicht, dass die verwendeten Materialien (Lederimitate, Naturmaterialien, Kleber, Farbstoffe) frei von Schadstoffen sind.
http://www.bioverzeichnis.de/oekomode-kleidung.htm

Die Zertifikate:

Das „Naturleder“ des Internationalen Verbandes der Naturtextilwirtschaft (IVN) gibt VerbraucherInnen, HerstellerInnen und HändlerInnen die Sicherheit, dass die zertifizierten Schuhe umweltschonend, schadstofffrei und sozialverträglich produziert wurden. CADS beschäftigt sich mit Schadstoffen in Schuhen und hat u.a. das Ziel, VerbraucherInnen zu informieren. Die Hersteller und Zulieferer der Schuhindustrie sowie bedeutende Handelsunternehmen der Textil- und Schuhbranche unterstützen CADS oder biologisch angebaut wurden und die Schuhproduktion unter fairen, sozialen und nachhaltigen Bedingungen erfolgte. In Magdeburg findet sich hier und da immer wieder ein sehr empfehlenswertes Schuhpaar, allerdings können wir an Hand unserer Kriterien keinen Laden empfehlen. Fragen Sie einfach immer wieder nach! Aber wir listen hier von uns und anderen geprüfte Firmen auf, deren Schuhe wir auch selbst tragen:


El Naturalista, Josef Seibel „Spirit of Nature“, die Schuhmarke art, BRAKO Schuhe (chromfrei gegerbt), TERRA PLANA, Snipe, Emu Lammfell Stiefel, und in der „Luxus-Kategorie“ Steps on Green und Kailia. Vegan: ETHLETIK Sneaker, IPANEMA Sandalen, Jonny´s Vegan, Natural World Schuhe, NOAH Damen- und Herren- Schuhe sowie Dogo Schuhe und Accessoires – gibt es sogar aus Papier.


Eine Liste weiterer onlinebasierter Alternativen finden Sie unter:
www.fair-zieht-an.de -> Faire-shops

www.bioverzeichnis.de/oekomode-kleidung.htm



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Samstag, 17.6., Kreisgruppe Magdeburg Arbeitseinsatz im Ökogarten, ab 13.30 Uhr, mit anschließendem Grillen, Klosterwuhne

 

Sonntag, 9.7., Elbebadetag in Magdeburg, 12-17 Uhr, Cracauer Wasserfall

 

Mittwoch, 21.6., Sitzung des Landesvorstands, 17.15 Uhr, Landesgeschäftsstelle Magdeburg

 

Freitag, 23.6., LAK Energie, 18 Uhr, Landesgeschäftsstelle

 

Donnerstag, 10.8., BioAbendMarkt, 16-20 Uhr, Schellheimer Platz

 

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