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Neuanschaffungen Elektronik

Die größten Stromfresser sind Elektroherd, Gefrier- und Kühlgeräte, Fernseher, die Beleuchtung und Wäschetrockner. Achten Sie deshalb bei Neuanschaffungen auf die Energieeffizienzklasse. Der Kauf zum Beispiel eines sparsamen Fernsehers kann die Stromkosten enorm verringern.  Trotzdem sollte grundsätzlich gelten, die Geräte so lange zu benutzen und ggf. zu reparieren, bis sie wirklich nicht mehr gebrauchsfähig sind, denn nur eine lange „Lebenszeit“ ist nachhaltig. Sinnvoll ist es, bei Neuanschaffungen darauf zu achten, wie lange es Service wie zum Beispiel Updates zum Produkt gibt, oder wie lange der Akku hält und ob solche Teile, die eine kürzere Lebensdauer haben, austauschbar sind.

Handys/Smartphones

Fast jedeR von uns hat sie. 63 Millionen Menschen in Deutschland besitzen ein oder mehrere Handys. Ungefähr 140 Millionen Handys gibt es bundesweit. 27 Millionen wurden 2012 neu gekauft und schätzungsweise 85 Millionen liegen unbenutzt in der Schublade. Für die Herstellung eines Handys werden 1.300 Liter Wasser und 72 m² „Erde“ verbraucht und dabei bis zu 30 kg CO2 freigesetzt. In einem Mobiltelefon stecken mehr als 60 verschiedene Stoffe, darunter rund 30 Metalle. Kupfer macht den größten Teil aus, aber auch Edelmetalle sind darunter: Die 1,5 Milliarden Handys, die zum Beispiel 2010 weltweit verkauft wurden, enthielten zusammen etwa 14 Tonnen Palladium, 36 Tonnen Gold und 375 Tonnen Silber. Diese wertvollen Rohstoffe werden überwiegend in Schwellen- und Entwicklungsländern wie dem Kongo und Südafrika, vor allem aber auch in China abgebaut. Sowohl der Bau als auch der Betrieb der Minen sind umweltschädlich. Wälder werden gerodet und viele Tonnen Gestein gesprengt, um an die Metalle zu gelangen. Um Edelmetalle aus Gestein zu lösen, werden giftige Chemikalien verwendet, die in Flüsse und Meere gelangen können. Die Industrieanlagen, in denen die Rohstoffe aufbereitet werden, benötigen natürlich auch eine Menge Energie. Schließlich kommt noch der Transport der gewonnenen Rohstoffe per Schiff und LKW zur Ökobilanz hinzu.

Seltene Erden

Darüber hinaus werden in iPhone, Blackberry und Co., aber auch bei Elektro- oder Hybridautos die oben erwähnten so genannten Seltenen Erden (Rare Earth) eingesetzt. Darunter versteht man eine Gruppe aus 17 Metallen, die in der Natur nur in chemischen Verbindungen in Metallen, so genannten Oxiden vorkommen. Zu den Seltenen Erden gehören neben Yttrium, Scandium und Lanthan aus der 3. Gruppe des Periodensystems auch die 14 auf das Lanthan folgende Metalle, die so genannten Lanthanoide. Seltene Erden sind aber nicht alle grundsätzlich selten. Ihr Abbau ist zumeist teuer und erfolgt selten umweltfreundlich – und vor allem wieder in China. Sie kommen überall zum Einsatz, wo ein Computerchip oder eine Hochleistungsbatterie eingebunden ist.

Recycling

Ein optimales Recycling von High-Tech- Produkten und die Rückgewinnung der Rohstoffe in nennenswertem Ausmaß finden noch nicht statt. Elektronikprodukte sind problematisch für die Umwelt. Nutzen Sie Ihr Gerät daher am besten länger und schenken oder spenden Sie ältere, noch gebrauchsfähige Geräte. Defekte Geräte können fachgerecht recycelt werden.

„Grüne Elektronik“

Eine Übersicht über Hersteller, die möglichst umweltfreundlich handeln und produzieren, finden Sie im „Ratgeber grüne Elektronik“ (www.greenpeace.org/austria/de/themen/klima/was-wirtun/gruene-Elektronik). Dabei werden allerdings ausschließlich Umweltkriterien und keine Sozialkriterien bewertet. „Faire“ Elektronik steckt noch in den Kinderschuhen. Einige Informationen dazu finden Sie hier: makeit-fair.org/de/die-fakten/studien. Erste Anstrengungen dazu unternimmt beispielsweise die Firma Fairphone (www.fairphone.com), die ihr Smartphone unter möglichst fairen Bedingungen produzieren möchte und Anstrengungen unternimmt, ihre Ressourcen aus Minen zu beziehen, von denen aus keine Bürgerkriege finanziert werden.

Wichtige Produktkennzeichnungen für elektronische Geräte:

Energy-Star
Mit dem Energy-Star werden energiesparende Bürogeräte ausgezeichnet.
www.eu-energystar.org

Blauer Engel
Der Blaue Engel zertifiziert u.a. Elektrogeräte, die sich durch die Einhaltung ökologischer Kriterien von vergleichbaren Produkten unterscheiden
www.blauer-engel.de

Europäisches Umweltzeichen
Das EU-Umweltzeichen zeichnet u.a. Elektrogeräte aus, die eine geringere Umweltauswirkung haben als vergleichbare Produkte.
www.eu-ecolabel.de

TCO-Label
Mit diesem Label werden Computer und -zubehör ausgezeichnet, die besondere Voraussetzungen im Bereich des Umweltmanagements in Herstellerbetrieben, Ergonomie, Umweltverträglichkeit, Stromverbrauch und Recyclingfähigkeit erfüllen. Außerdem werden grundlegende soziale Kriterien berücksichtigt.
www.tcodevelopment.de


Bei Hardware-Komponenten für PC und Andere sollte man auch auf das RoHS Siegel achten, das anzeigt, dass bei der Herstellung keine oder wenige Schadstoffe oder Schwermetalle verwendet werden. Bei Netzteilen für den PC hat sich ein Medaillen-System durchgesetzt um den Wirkungsgrad anzuzeigen



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Freitag bis Sonntag, 16.-18.6. BUND-Stand auf dem Sachsen-Anhalt-Tag in Eisleben, Lindenallee

 

Samstag, 17.6., Kreisgruppe Magdeburg Arbeitseinsatz im Ökogarten, ab 13.30 Uhr, mit anschließendem Grillen, Klosterwuhne

 

Sonntag, 9.7., Elbebadetag in Magdeburg, 12-17 Uhr, Cracauer Wasserfall

 

Mittwoch, 21.6., Sitzung des Landesvorstands, 17.15 Uhr, Landesgeschäftsstelle Magdeburg

 

Freitag, 23.6., LAK Energie, 18 Uhr, Landesgeschäftsstelle

 

Donnerstag, 10.8., BioAbendMarkt, 16-20 Uhr, Schellheimer Platz

 

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