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Natur des Jahres 2015

Vogel des Jahres: der Habicht

Foto: Stephan Ottow; NABU

Der 50 bis 60 cm große Greifvogel, ist wie viele  seiner Verwandten immer noch der illegalen Verfolgung ausgesetzt ist, obwohl die Jagd auf den Habicht seit den 1970er Jahren verboten ist.

Der Habicht ist ein kräftiger Vogel der im Flug gut an seinem langen Schwanz zu erkennen ist. Die breiten und relativ kurzen, abgerundeten Flügel sind bei erwachsenen Tieren grau gefärbt. Die Unterseite ist hell mit schmalen, schwarzen Querstreifen gebändert oder „gesperbert“. Typisch sind der helle Überaugenstreif und die gelb bis orange gefärbte Iris. Dank seines Körperbaus ist der Habicht ein schneller Kurzstreckenflieger mit einer enormen Wendigkeit. Er jagt meist aus einem versteckten Ansitz heraus.

Eigentlich bevorzugt er hohe, alte Bäume im Wald für den Nestbau, da er dort als Tarnjäger auch besonders gut Bedingungen für die Jagd vorfindet. Allerdings hat er sich inzwischen auch an die Lebensbedingungen in der Stadt gewöhnt, weil hier das ganze Jahr über ein optimaleres Angebot an Beutetieren besteht.
Der Habicht bevorzugt fast ausschließlich lebende Beute und frisst das, was in seinem Revier zahlreich vorkommt. Hauptsächlich sind das wild lebende Tauben oder Krähen. Bei Nahrungsknappheit frisst er auch schon mal Aas oder ein Haushuhn.

Gekürt vom Naturschutzbund Deutschland (NABU):
10108 Berlin, Tel. 030-284984-0, Fax -2000

nabu@nabu.de 
www.vogel-des-jahres.de

Baum des Jahres: der Feldahorn

Feldahorn im Herbstkleid by Heike Hering; pixelio.de

Der Feldahorn (Acer campestre), auch als Maßholder bezeichnet, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Ahorne (Acer) in der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Man könnte ihn auch als kleinen Bruder der anderen Ahornarten Berg- Ahorn und Spitz- Ahorn bezeichnen. Durch die frühere Verwendung des Feldahorns als Speisepflanze kommt es zu der volkstümlichen Bezeichnung Maßholder. Die Blätter wurden zu Sauerkraut verarbeitet und auch als Viehfutter benutzt. Zumeist wächst der Feldahorn als sommergrüner Strauch und nur unter günstigen Bedingungen entwickelt er sich zu einem Baum 2. Ordnung mit Wuchshöhen um die 15 Meter. In Einzelfällen kann er aber auch an die 20 Meter hoch wachsen und einen Stammumfang von über 1 Meter erreichen.





Gekürt vom Kuratorium Baum des Jahres:
Dr. Silvius Wodarz, Kneippstraße 15, 95615 Marktredwitz
Tel. 09231-985848
info@baum-des-jahres.de
www.baum-des-jahres.de

Wildtier des Jahres: der Feldhase

Feldhase by Uwe Bergeest; pixelio.de

Der Feldhase aus der Familie der Hasen ist ein Säugetier und besiedelt offene und halboffene Landschaften. Seine Art kommt heute auf fast allen Kontinenten vor ist aber aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft in vielen europäischen Regionen rückläufig. Im Sommer ist sein Fell erdbraun und im Winter wechselt es seine Farbe und wird gräulich-braun. Die Häsin paart sich in kürzester Zeit mehrmals, deshalb kommt es innerhalb eines Wurfes zu Mehrfach-Vaterschaften.
Die Jungen werden in den ersten Wochen nur einmal täglich für wenige Minuten von ihrer Mutter gesäugt. Im Jahr 2011 lebten in Deutschland durchschnittlich 12 Hasen pro Quadratkilometer, wobei regional starke Unterschiede vorlagen. Die niedrigsten Bestände finden sich in den neuen Bundesländern mit durchschnittlich nur 5 Tieren, während in Niedersachsen und Schleswig-Holstein die größte Population mit durchschnittlich 26 Feldhasen pro Quadratkilometer anzutreffen ist. Nach Hochrechnungen lebten 2011 ungefähr 4 Millionen Feldhasen in Deutschland.

Gekürt von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild:
Schutzgemeinschaft Deutsches Wild (SDWi)

Postfach 12 03 71
53045 Bonn

Tel.: 0228-2692217
sdwi@intlawpol.org

Schmetterling des Jahres: das Rote Ordensband

Schmetterling des Jahres: Rotes Ordensband

Das Rote Ordensband (Catocala nupta) wurde zum Schmetterling des Jahres 2015 gekürt. Dieser Schmetterling gehört zur Familie der Eulenfalter. Fast unbemerkt verschwindet er aus vielen Gegenden und nach Einschätzung der Naturschützer wird er leider  bald auf der "Roten Liste" zu finden sein.

Der Schmetterling des Jahres 2015 ist von Mitte Juli bis Anfang Oktober vor allem nachts unterwegs. Im Ruhezustand sind sie perfekt getarnt: Die Hinterflügel falten sie unter ihre grau-braunen Vorderflügel und verschmelzen optisch mit der Baumrinde. Naht ein Feind, zeigen sie blitzschnell ihre roten Hinterflügel und erschrecken mit der Farbe den Angreifer so das der Falter kann flüchten.

Gekührt vom BUND und der BUND-NRW-Naturschutzstiftung.
www.bund-nrw-naturschutzstiftung.de

Höhlentier des Jahres: die Keller-Glanzschnecke

Kellerglanzschnecke; M. Großmann; pixelio.de

Die Keller-Glanzschnecke aus der Familie der Glanzschnecken ist eine Landschnecke und gehört zur Unterordnung der Landlungenschnecken. Sie kommt in Laubwäldern unter dem Laub, in Gesteins- und im Kulturland häufig unter Ziegelschutt vor. Sie ist auch in feuchten Kellern, in moderndem  Holz, in Abfallhaufen und auch in Höhlen aufzufinden. Die Art zeigt überwiegend carnivores Verhalten und frisst andere Schnecken und ihre abgelegten Eier. Die Keller-Glanzschnecke macht auch vor größeren Nacktschnecken nicht Halt und frisst auch deren Eigelege. Hauptsächliches Verbreitungsgebiet liegt in West-, Mittel- und Nordeuropa.

Gekürt vom Verband der Deutschen Höhlen- und Karstforscher: Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher c/o Bärbel Vogel Grasslergasse 24 83486 Ramsau info@hoehlentier.de

Reptil des Jahres: die Europäische Sumpfschildkröte

Europäische Sumpfschildkröte; Rudolpho Duba; pixelio.de

Diese im Wasser lebende, fleischfressende, kleine bis mittelgroße Schildkröte ist die einzige Schildkrötenart die auch in Mitteleuropa natürlich vorkommt. Ihr hauptsächliches Verbreitungsgebiet ist Nordafrika. Zusammen mit der Sizilianischen Sumpfschildkröte gehört sie zur Gattung Emys. Die Pazifische – und Amerikanische Sumpfschildkröte sind ihre nächsten Verwandten. Je nach Unterart und Geschlecht erreicht die Europäische Sumpfschildkröte eine Rückenpanzerlänge von weniger als 12 beziehungsweise mehr als 20 Zentimetern. Nördliche  und östliche Unterarten werden meistens größer als südliche. Die Weibchen werden größer als die Männchen und ihr Gewicht bewegt sich zwischen 400 und 700 Gramm. Nur in Ausnahmefällen kann auch ein Gewicht von bis zu 1500 Gramm erreicht werden. Die Färbung der Tiere kann ebenso sehr verschieden ausfallen.  

Gekürt von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT):
Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DHGT)
Postfach 14 21
53351 Rheinbach
Tel. 02225-703333
gs@dght.de

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Mittwoch, 21.6., Sitzung des Landesvorstands, 17.15 Uhr, Landesgeschäftsstelle Magdeburg

 

Freitag, 23.6., LAK Energie, 18 Uhr, Landesgeschäftsstelle

 

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