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Die Wildkatze

Leise und fast unbemerkt schleichen sie noch durch unsere Wälder: Kleine “Tiger“, wie die Wildkatzen. Jedoch werden ihre Schleichwege immer mehr begrenzt. Der Grund: Flächenverluste. Dieser Begriff steht für die Verkleinerung von Lebensräumen, die Zerschneidung von Natur und Landschaft und die voranschreitende urbane Entwicklung. In der Zeit von 1989 bis 2003 wurden in Niedersachsen täglich unbebaute Flächen in der Größe von ca. 15ha für Siedlungs- und Verkehrsflächen in Anspruch genommen.

Die damit verbundenen Habitatverluste sind besonders für großräumig lebende Säugetierarten, wie die Europäische Wildkatze (Felis silvestris silvestris), ein massives Problem. Bis vor etwa 250 Jahren war sie in Deutschland noch weit verbreitet.

Heute hat sie ein trauriges Schicksal ereilt. Populationen wurden getrennt und der Bestand bis auf ein kritisches Maß dezimiert. Dies führt zu einem mangelnden genetischen Austausch und zu einem nachweisbaren lokalen, regionalen und überregionalen Verschwinden der Art. So wurden die Wildkatzen in Deutschland auf ca. 5 % ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes zurückgedrängt und die Vorkommen beschränken sich nahezu ausschließlich auf die waldreichen Mittelgebirgslagen.

Wildkatzen sind sehr scheue, dämmerungsaktive Tiere mit einem hohen nationalen und internationalen Schutzstatus. In der Berner Konvention werden sie im Anhang II als „streng geschützte Tierart“ geführt und auch die FFH-Richtlinie der Europäischen Union hat die Wildkatze als streng zu schützende Art von gemeinschaftlichem Interesse in den Anhang IV aufgenommen. Die Rote Liste der Bundesrepublik Deutschland stuft die Art als stark gefährdet ein.

Die bevorzugten Lebensräume der Wildkatze sind großflächige, strukturreiche und zumindest in Teilen mit offenen Bereichen (Windwürfe, Lichtungen, Wiesen) durchsetzte Waldgebiete, die zudem störungsarm und von hohen Totholzanteilen geprägt sind. Geht die Wildkatze auf die Jagd nach ihrer Hauptnahrungsquelle - den Mäusen -, bevorzugt sie Waldränder, versteckte Wiesen und Lichtungen.

Ein hoher Strukturreichtum innerhalb des Lebensraumes ist zudem für die Aufzucht der Jungen und als Tagesversteck wichtig. Aufgeräumte, forstwirtschaftlich intensiv genutzte Wälder bieten diese spezifischen Habitatansprüche nicht. Sie werden von der Wildkatze gemieden. Untersuchungen haben gezeigt, dass freie Landstreifen von nur wenigen hundert Metern Breite die Wildkatze bereits daran hindert, in andere Gebiete zu wechseln. So bleiben potentiell geeignete und auch ursprüngliche Lebensräume wie die Heide unbesiedelt, weil es an Verbundachsen für die Ausbreitung mangelt.

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