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Baum fällt! Papier, (öko)logisch recycelt!

Deutschland zählt mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von jährlich etwa 240 kg Papier weltweit zu den Spitzenreitern.
Allein für den europäischen Toilettenpapierverbrauch werden jährlich 25 Millionen Bäume gerodet.
Ein Umstieg auf Recyclingpapier lohnt sich also, denn hierfür werden keine Bäume gefällt. Und das Recyclingpapier tut im Vergleich mit dem konventionellen Papier noch mehr für die Umwelt. Es minimiert den Abfall und somit auch die Luftverschmutzung, welche durch Abfallverbrennung entsteht. Die Abwasserbelastung ist bis zu zehnmal niedriger, da zur Aufbereitung keine Chemikalien (z.B. Bleichen mit Chlor) verwendet werden. Der Energie- und Wasserverbrauch zur Herstellung von Recyclingpapier ist gegenüber der Frischfaserherstellung für Normalpapier um 50% - 70% reduziert.
Darum benutzen Sie Recyclingpapier (z.B. Recyclingtoilettenpapier, Recyclingpapiertaschentücher, Recyclingservietten, Recyclingdruckerpapier, Schulhefte und Schulblöcke aus Recyclingpapier usw.). Versuchen Sie doch auch auf der Arbeit einen Umstieg auf Recyclingpapier anzuregen. Achten Sie beim Kauf von Produkten aus Recyclingpapier unbedingt auf das Umweltzeichen „Blauer Engel“.
Gehen Sie sparsam mit Papier um und überlegen Sie genau, was Sie ausdrucken. Viel Papier kann man sparen, indem man beidseitig beschreibt, bedruckt und kopiert. Sind Sie Kaffeetrinker? Probieren Sie doch mal einen Dauerfilter statts Filtertüten. Trinken Sie viel losen Tee? Hier empfiehlt sich ein Teeei oder eine Tasse mit Siebeinsatz.
Sauberes Altpapier gehört in den Papiercontainer!

Wohin mit dem Müll?

Bei dem von uns täglich verursachten Müll handelt es sich oftmals um Wertstoffe, aus denen man viele neue Produkte recyceln kann. Und jeder kann mit einer optimalen Mülltrennung dazu beitragen, denn nur eine richtige Sortierung der Wertstoffe garantiert das Recyceln zu neuen hochwertigen Produkten.

Trennen Sie Ihren Müll nach:
Glas – bitte farblich nach Weiß-, Braun- und Buntglas sortieren. Deckel vorher abschrauben und in die Gelbe Tonne entsorgen. Spiegel, Fensterglas, Kristallgläser, Keramik, Porzellan uns Steingut gehören nicht in den Glascontainer, sondern in den Restmüll!

Sauberem Papier, Pappe und Karton – in den Papiercontainer gehören u.a. Zeitungen, Zeitschriften, Kataloge, Faltschachteln, Kartons, Papiertüten, Einwickelpapier, Unbeschichtetes Geschenkpapier, Eierkartons, Bücher, Taschenbücher (ohne Kunststoffeinband)

Beschichtete Kartons (z.B. Tetra Pack) und Kunststoffumhüllungen (z.B. Zigarettenschachteln) kommen in die Gelbe Tonne und verschmutztes Papier gehört in den Restmüll!

Gelbe-Tonne-Müll – alle Leichtverpackungen mit dem Grünen Punkt (außer Glas) aus Kunststoff, Weißblech, Alu oder Verbundmaterial, wie Kunststofffolien, -flaschen, -becher, Einkaufstüten, Tetra Packs, Obst- und Gemüseschalen aus Styropor, Aluminiumschalen, Schraubdeckel von Flaschen und Gläsern, Joghurtdeckel, Spraydosen, Konservendosen.

Bio-Müll – kompostierbarer, also 100% biologisch abbaubarer Abfall. Dazu gehören u.a. organische Küchenabfälle (Essensreste, Kaffee- und Teefilter, Teebeutel, Eierschalen, verdorbene Lebensmittel), organische Gartenabfälle (Rasenschnitt, zerkleinerter Baum- und Strauchschnitt, Laub, Blumen, Unkraut,  Blumenerde), Topfblumen (auch mit Erde), Papierservietten, Haushaltstücher, Mist und Streu von Kleintieren, Sägemehl und –späne sowie Holzwolle.

Restmüll – nicht verwertbarer Abfall, wie Kehricht, Staubsaugerbeutel, Windeln, Hygieneartikel usw.

Sondermüll – ist der Abfall, der für Mensch, Tier und Umwelt eine besonders große Gefahr darstellt. Daher gehört er nicht in den Restmüll, sondern bedarf einer speziellen Entsorgung.
Dazu gehören z.B. Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen, Batterien, Knopfzellen, Akkus, Abflussreiniger, Klebstoffe, Beizmittel, Säuren und Laugen, Farben und Lacke, Terpentin und andere Lösungsmittel, Bleichmittel, Medikamente, Fieberthermometer, Altöl usw.
Immer noch enden viel zu viele Batterien im Hausmüll obwohl sie umweltgefährdende Schadstoffe, wie Quecksilber enthalten. Schon winzige Mengen vergiften tausende Liter Wasser. Dabei ist eine optimale Entsorgung sehr einfach. Überall, wo Batterien vertrieben werden, können sie kostenlos zurückgegeben werden (grüne Sammelboxen).
Schadstoffe werden von den Wertstoff- und Recyclinghöfen entgegengenommen. Mancherorts gibt es auch ein Schadstoffmobil. Standorte in Ihrer Nähe, erfragen Sie bei der Abfallberatung / Abfallentsorgung Ihrer Kommune oder unter www.lightcycle.de.
Elektro- und Elektronikgeräte (elektrische Zahnbürsten, Toaster, Mixer, Kaffeemaschinen, Föne, Wasserkocher usw.) nicht mit dem Hausmüll entsorgen! Altgeräte können an den Wertstoff- und Recyclinghöfen kostenlos abgegeben werden. Großgeräte wie Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine, Kühlgeräte usw. können nach vorheriger Anmeldung über die Sperrmüllabfuhr entsorgt werden.

Vielerorts gibt es noch Korksammlungen. Naturkorken sind zu wertvoll, um sie einfach mit dem Hausmüll zu entsorgen. Verhindern Sie den Raubbau an der Korkeiche, fragen Sie bei Ihrer Abfallberatung / Abfallentsorgung nach einer Sammelstelle in Ihrer Nähe.
Fragen Sie ebenfalls nach, wo Sie Druckerpatronen und Tonerkartuschen entsorgen können.

besser Müll vermeiden:

Hier nur einige Tipps, wie der Müllberg nicht noch größer wird.
Nehmen Sie zu jedem Einkauf eine Baumwolltasche oder den guten alten Einkaufskorb mit und vermeiden Sie so den Gebrauch von Plastiktüten. Wer lose Ware einkauft (z.B. Obst und Gemüse) spart eine Menge Verpackungsmüll. Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Getränkekartons und Einwegflaschen, kaufen Sie lieber Pfand- oder Mehrwegflaschen.
Achten Sie auf nachfüllbare Verpackungen (z.B. Reinigungsmittel, Handwaschlotion, Kosmetikartikel). Meiden Sie Einmalartikel (z.B. Einmalfeuerzeuge, -rasierer, -handschuhe)
Benutzen Sie bei Feiern kein Einweggeschirr und –besteck aus Kunststoff oder Pappe.
Sie brauchen auch nicht auf Ihren Coffee to go verzichten, wenn Sie statt des Pappbechers Ihren eigenen Thermobecher befüllen lassen. Benutzen Sie für Pausenbrote Brotdosen statt Alufolie, Brotpapier oder Frühstückstüten.
Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Batterien und verwenden Sie lieber Akkus.

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