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Weichgespült?

Um die Wäsche zu reinigen, sind Weichspüler nicht notwendig. Gerne benutzt man sie, weil sie die Wäsche „weicher“ machen oder „angenehm“ duften lassen. Weichspüler enthalten kationische Tenside (müssen nach EU-Detergenzienverordnung EG/907/2006 von 2006 vollständig biologisch abbaubar sein), Duftstoffe und andere organische Inhaltsstoffe (für diese gelten noch keine gesetzlichen Bestimmungen).
Zur Entlastung unserer Umwelt, prüfen Sie die Inhaltsstoffe und verwenden Sie Weichspüler sehr sparsam.

keine Kochwäsche mehr:

Die Wäsche wird auch bei 40 °C schön sauber und Sie sparen Energie. Mit den neuen kalt aktiven Waschmitteln läßt sich auch schon bei 20-30 °C ein zufrieden stellendes Waschergebnis erzielen. Ein Viertel der Energie können Sie sparen, indem Sie auf eine Vorwäsche verzichten.
Lassen Sie Ihre Maschine nicht halbvoll laufen, nutzen Sie das Fassungsvermögen voll aus.
Bei der Benutzung eines Wäschetrockners, Waschmaschine beim Schleudern auf maximale Umdrehungszahl stellen, so muß der Trockner weniger nacharbeiten und braucht weniger Energie. Umweltfreundlicher und kostengünstiger ist das Trocknen auf der Leine.
Bei 160 Waschladungen mit 30 °C statt 60 °C, ohne Vorwäsche und bei Verzicht auf den Wäschetrockner sparen Sie so bis zu 720 kWh und bis zu 140€.

Strom sparen läßt sich auch, indem man die Waschmaschine direkt an die Warmwasserleitung anschließt.
Beim Kauf einer neuen Waschmaschine oder eines neuen Wäschetrockners sollten Sie auf die Energieeffizienzklasse achten (empfehlenswert A++).

ökologisch Waschen:

In Deutschland werden pro Kopf ca. 8kg Waschmittel im Jahr verbraucht. Daher können Sie beim Waschen viel zum Umwelt- / Gewässerschutz beitragen.
Kaufen Sie nur  phosphatfreie Waschmittel. Verwenden Sie kompakte Waschmittel (sie sind ergiebiger und somit sparsamer) möglichst im Baukastensystem, Bleichmittel und Wasserenthärter werden nur bei Bedarf dazugegeben. Benutzen Sie nach Möglichkeit keine großen Vollwaschmittel-Vorratspackungen, sie enthalten zu viele überflüssige Füllstoffe. So läßt sich der Chemikalieneintrag in die Gewässer pro Waschgang gegenüber Vollwaschmittel reduzieren. Um die Ergiebigkeit der Waschmittel zu vergleichen, achten Sie beim Kauf auf die angegebenen Waschmaschinenladungen. Gezielter Einsatz von Spezialwaschmitteln (z.B. Woll- oder Feinwaschmittel) entlastet ebenfalls die Gewässer. Flüssigwaschmittel haben einen höheren Tensidgehalt als Pulver.

Am besten sind natürlich die ökologischen Waschmittel. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von „Umweltzeichen“, die meisten werden von den Firmen nur zu Werbezwecken eingesetzt und werden ohne Umweltverträglichkeitsprüfung selbst „verliehen“. Eine Orientierungshilfe ist u.a. die „Stiftung Ökotest“. Also auf die Inhaltsstoffe des Waschmittels achten (sie sollten biologisch abbaubar sein), möglichst eco-cert  zertifiziert und am besten im Bioladen kaufen.

Dosieren Sie Ihr Waschmittel richtig, unter Beachtung der Wasserhärte. Für haushaltsübliche Wäsche reicht es aus, die Dosierungsempfehlung für „leicht“ oder „normal“ verschmutzt auf der Packung zu verwenden. Nehmen Sie nicht mehr, als auf der Packung empfohlen. Eine „Überdosierung“ macht Ihre Wäsche nicht sauberer, sondern belastet nur die Umwelt.

Waschnüsse:

Immer beliebter unter den umweltbewussten Wäschern werden die Waschnüsse. Sie sind die Früchte des Seifenbaums und kommen aus Indien und Nepal. Die Waschnüsse enthalten, da sie ohne weitere Verarbeitung auskommen keine chemischen Zusätze und sind somit  zu 100% biologisch abbaubar und auch für Allergiker und Menschen mit Hautproblemen geeignet. Zusätzlich sparen Sie ca. 50% Kosten pro Waschgang gegenüber herkömmlichen Waschmitteln.

Zum Waschen werden nur die Nussschalen verwendet. In ihnen ist „Saponin“ enthalten, welches eine hohe Fettlösekraft hat und ähnlich wie Seife wirkt.
Meistens ist beim Kauf von Waschnüssen ein kleines Baumwollsäckchen enthalten, in das man einige (max. 6) Nussschalen gibt und es dann direkt zu der Schmutzwäsche in die Waschtrommel legt. Ist kein Säckchen dabei, tut es auch eine Socke, die man oben zubindet. Um eine bessere Waschwirkung zu erzielen, sollten Sie die Nussschalen zerkleinern. Nach der Wäsche können die Schalen im Bio-Müll oder Kommpost entsorgen.
Die Waschnuss eignet sich für alle Temperaturen, für Bunt- und Weißwäsche und alle Stoffe. Bei der Weißwäsche kann man ein umweltfreundliches Bleichmittel hinzugeben, damit sie keinen Grauschleier bekommt. Bei hartnäckigen Flecken empfiehlt es sich, zusätzlich ein umweltfreundliches Fleckenmittel zu verwenden. Buntwäsche wird sehr farbschonend gewaschen. Da die Textilien nach dem Waschen sehr weich sind erübrigt sich die Anwendung von zusätzlichem Weichspüler. Außerdem ist die Wäsche duftneutral, wer mag kann, je nach persönlichem Geschmack, einige Tropfen ätherisches Öl direkt auf die Waschnüsse geben.
Waschnüsse können auch im Geschirrspüler angewendet werden. Geben Sie einfach 5 Waschnüsse in das Baumwollsäckchen, ab damit in den Besteckkasten und das übliche Spülprogramm wählen.

Wenn Sie einen Sud herstellen (ca. 5 Nussschalen zerkleinern,  in 1 Liter Wasser für 10 min köcheln, abkühlen lassen, durch ein Haushaltssieb gießen und abfüllen) läßt sich damit sehr vieles im Haushalt reinigen. Probieren Sie es doch einfach mal aus. Auch zum Haarewaschen ist der Sud bestens geeignet. Er belastet die Kopfhaut nicht, kräftigt das Haar und verhindert ein schnelles nachfetten. Allerdings muß man sich an diese Art der Haarwäsche erst gewöhnen, da es kaum schäumt. Natürlich kann man ihn auch zur Körperpflege verwenden.

Leider gibt es aber auch hier „Nebenwirkungen“, sowohl negative als auch positive.
Viele Inder können sich ihr traditionelles umweltschonendes Waschmittel kaum noch leisten, da sich der Preis aufgrund der großen Nachfrage, auch aus Europa, seit 2003 in ihrem Land versechsfacht hat. So müssen sie auf westliche Waschpulver zurückgreifen, welche die Gewässer stark belasten.

Andererseits verdienen sich bereits viele indische und nepalesische Familien mit den Waschnüssen ihren Lebensunterhalt. Bereits wenige Seifenbäume reichen dafür aus. Somit hat sich auch das „Ansehen“ dieser Bäume geändert und sie werden nicht mehr zwecks Brennholzbeschaffung gefällt, was dem Kahlschlag der Wälder entgegenwirkt. Zusätzlich werden auch neue Bäume gepflanzt. Die Seifenbäume werden ca. 100 Jahre alt, nach ca. 10 Jahren tragen sie die ersten Früchte, welche einmal im Jahr geerntet werden.

Gut gespült?

Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, eine Spülmaschine ist viel sparsamer als herkömmliches Spülen von Hand. Essensreste vorher entfernen und dann ab in den Spüler, Vorspülen ist nicht nötig. Auch hier gilt, nutzen Sie das Fassungsvermögen der Maschine voll aus. Eine Temperatur von 55 °C ist vollkommen ausreichend.
Bei den Spülmitteln ist es genauso, wie bei den Waschmitteln. Am besten sind natürlich die  ökologischen Spülmittel. Auch hier gibt es einen regelrechten „Umweltzeichen“- Wirrwarr.  Viele von den Firmen nur zu Werbezwecken eingesetzt und ohne Umweltverträglichkeitsprüfung selbst „verliehen“. Eine Orientierungshilfe ist u.a. die „Stiftung Ökotest“. Also auf die Inhaltsstoffe des Spülmittels achten (sie sollten biologisch abbaubar sein), möglichst eco-cert  zertifiziert und am besten im Bioladen kaufen.

umweltbewusst putzen:

Das gleiche gilt natürlich auch für alle anderen Putzmittel im Haushalt
Hier gilt die Devise „weniger ist mehr“. Das gilt nicht nur für die Anzahl der Mittel, sondern auch für die Dosierung. In den meisten Haushalten gibt es viel zu viele Putzmittel. Verwenden Sie keine „ätzenden und „reizenden  Reinigungsmittel. Auf Spezialreiniger, Kraftreiniger und antibakterielle Reinigungsmittel (Spültuch öfter mal in die Waschmaschine und Schwamm öfter wechseln) können Sie vollkommen verzichten. In der Regel reicht ein Spülmittel, ein Essig – oder Zitronenreiniger und ein Allzweckreiniger (je ein Spritzer davon ins Wasser ist ausreichend) sowie der effektive Einsatz von Putzhilfsmitteln (Bürsten, Schwämme, Tücher, Topfkratzer usw.). Mit Mikrofasertüchern kommt man ohne Reinigungsmittel aus. Probieren Sie doch mal den selbst gemachten  Sud aus Waschnüssen (Herstellung siehe Waschnüsse), umweltbewusster kann man nicht putzen.
Im WC auf Beckensteine und Duftspüler verzichten, sie werden direkt ins Abwasser gespült.
Eine einfache Regel erspart ebenfalls Reinigungsmittel, Arbeit und Zeit. Je frischer der Schmutz, desto leichter läßt er sich ohne viel Aufwand (meist genügt ein feuchtes Tuch) entfernen.
Hier einige Tipps zur Vorbeugung: nach dem Duschen / Baden die Fliesen und Duschtüren mit einem Abzieher oder einem Tuch trocknen, beugt Kalkflecken vor. Ein Sieb in jedem Abfluss hemmt Verstopfungen. Essensreste gehören nicht in den Ausguss! Zur Vorbeugung kann man auch mit heißem Wasser spülen, dafür läßt sich prima das Wasser vom Kartoffelkochen verwenden.
Sollte der Abfluss einmal verstopft sein, probieren Sie es statt mit der chemischen Keule doch mal mit der garantiert umweltfreundlichen Saugglocke.

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