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Bestandsentwicklung des Feldhamsters in Sachsen-Anhalt

Foto: Dr. Peter Fritzsche

Der Feldhamster ist ein bundesweit stark gefährdetes Tier. In Sachsen-Anhalt, das ehemals zum Kerngebiet seiner mitteleuropäischen Verbreitung gehörte, ist er innerhalb weniger Jahrzehnte vom Schädling zu einer vom Aussterben bedrohten Art geworden. Die Besiedlungsdichte des Feldhamsters hat in den letzten Jahren so stark abgenommen, dass er bereits an einer Vielzahl seiner früheren Siedlungsgebiete nicht mehr zu finden ist. Und dieser Trend hält weiter an! Selbst die besten Böden sind heute keine Garantie mehr für ein Feldhamstervorkommen.

 

Seiner Gefährdung wird heute auch EU-weit Rechnung getragen: Gemäß der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie ist der Feldhamster eine streng zu schützende Art von gemeinschaftlichem Interesse.


Wie hat sich das Verbreitungsgebiet des Feldhamsters verändert?
Während die Verbreitung des Feldhamsters im Gebiet des heutigen Bundeslandes Sachsen Anhalt vor 1936 über die ertragreichen Böden hinausging, ist das Areal inzwischen stark geschrumpft.

Braun: Lößböden mit Ertragsmesszahl > 64 (Quelle: Geol. Landesamt Sachsen-Anhalt)
Schraffur: Verbreitungsgebiet des Feldhamsters nach Werth 1936
Schwarze Punkte: TK 1:25.000 Karten mit Feldhamstervorkommen nach Weidling & Stubbe 1998

Luzerne, eine der Lieblingskulturen des Feldhamsters

Vor nicht einmal 50 Jahren machten Feldhamster noch die Äcker unsicher und räumten von Zeit zu Zeit ordentlich ab. Wenn Massen an Nagern als Wintervorrat Getreide hamsterten, blieb für die Menschen kaum etwas übrig. So wurden die Feldhamster mit Fallen, Angeln, Gift und Wasser bekämpft. Kürschner verarbeiteten die Hamsterfelle zu Jacken und Mänteln.

Doch kein Mittel war so effektiv wie die Modernisierung der Landwirtschaft: Schwere Maschinen, vergrößerte Felder, beseitigte Kleinstrukturen, Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger. Außerdem wurden leistungsfähige Kulturpflanzen wie Raps statt des Feldhamsters lieblings Ackerwildkräutern Klee und Luzerne angebaut. Fatal sind weiterhin die offenen Felder die lange Zeit keinen Schutz vor Feinden bieten. Zusammengefasst sind dies die wesentlichen Veränderungen, die den Feldhamster in Sachsen-Anhalt zu einer bedrohten Tierart gemacht haben. Ihr Übriges tun der Verbrauch und die Zerschneidung der Landschaft, z. B. der Straßen- und Siedlungsbau.

 

Wie ist der Feldhamster zu schützen?
Großräumig ist nichts Geringeres als eine Agrarwende von Nöten, die den Naturschutz aufwertet. Der ökologische Landbau macht es vor: Die rücksichtsvolle Bewirtschaftung fördert die Artenvielfalt und bietet Ackerwildkräutern und Tieren wie Feldhasen und Feldhamstern Lebensräume in der Agrarlandschaft.

Ausführliche Informationen zum ökologischen Landbau gibt es auch bei uns!



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