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Verpressung von CO2 birgt enorme Risiken

Anlässlich der Anhörung im Bundeswirtschaftsministerium zum „Gesetz zur Demonstration und Anwendung von Technologien zur Abscheidung, zum Transport und zur dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid“ (CCS-Gesetz) hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) seine ablehnende Haltung zu diesem Vorhaben und dem Gesetzentwurf bekräftigt. „Die unterirdische Verpressung von Kohlendioxid ist eine Feigenblatt-Technologie, hinter der die schmutzigen Folgen der Kohleverstromung versteckt werden sollen“, sagte Oliver Wendenkampf, BUND-Geschäftsführer in Sachsen-Anhalt. Mehr...

Zum CCS-Gesetzentwurf hat die Bürgerinitiative "Kein CO2-Endlager Altmark" außerdem einige Hinweise als Entscheidungshilfe zusammengetragen. Hinweise...

Aktive Gruppen:

Zum CCS-Gesetzentwurf hat die Bürgerinitiative "Kein CO2-Endlager Altmark" einige Hinweise als Entscheidungshilfe zusammengetragen.

Die Hinweise finden Sie hier.

CCS-Gesetzesentwurf

2009 scheiterte die Bundesregierung mit ihrem Vorhaben ein CCS-Gesetz auf den Weg zu bringen.
Dieses Jahr startet sie einen zweiten Versuch. Das Gesetz soll die Abscheidung, den Transport und die Lagerung von CO2 bestimmen.

Der vorläufige Gesetzesentwurf weist einige Lücken bezüglich bedeutender Fragen auf. Im Rahmen der Diskussion um CO2-Emmisionen und den daraus resultierenden negativen Konsequenzen steht die Abscheidung und die Lagerung von Kohlendioxid schon seit einiger Zeit im Mittelpunkt. Dadurch sollen die CO2-Emissionen nachhaltig reduziert werden. Es stellt sich die Frage, ob man durch dieses Verfahren, CCS (engl. Carbon Dioxide Capture and Storage) auch wirklich den Herausforderungen des Klimaschutzes gerecht wird.

Fakt ist, dass das CCS-Verfahren sehr teuer, energieintensiv und gefährlich ist. Bei der CO2-Entsorgung würden Mehrkosten von zwischen 1 und 7 Cent pro Kilowattstunde entstehen.
Dadurch könnte es zu einer Verdoppelung der Stromentstehungskosten aus Kohle kommen. Auch die Wirkungsrade der Kraftwerke würden sich stark vermindern, schätzungsweise um etwa 10% Punkte. Aufgrund dieser Wirkungsverluste müsste für die gleich bleibende Stromproduktion mehr Kohle abgebaut werden.

Die Gefahren beim der CO2-Endlagerung sind immens und werden häufig unterschätzt. Die riesigen Mengen an Kohlendioxid brauchen ein gesichertes Endlager. Die dafür in der Debatte stehenden ehemaligen Erdöl- oder Gasfelder bieten diese Sicherheit allerdings nicht. Selbst mit hohen finanziellen Aufwendungen und Mitteln könnte man es nicht gewährleisten, dass nicht mit einer Leckagerate von 0,1 bis 1% in 100 Jahren zu rechen ist.

Die Bundesregierung versucht mit dem CCS-Gesetz die kommerzielle Nutzung dieses Verfahrens einzuleiten. Doch vermisst man in dem Gesetzesentwurf direkte Sicherheitsbestimmungen.
Man fragt sich ebenfalls: wer genau übernimmt Verantwortung, wenn austretendes CO2 die Biosphäre schädigt, Grundwasser kontaminiert oder in die Atmosphäre gelangt und dort das Klima schädigt?
Schon nach 30 Jahren soll laut dem Entwurf der Steuerzähler für die Folgeschäden aufkommen und die finanzielle Verantwortung übernehmen. Es scheint als wüsste die Bundesregierung nicht was für ein gefährliches Gesetzt sie dort auf den Weg bringen will. Es beruht weder auf dem Prinzip, dass der Mensch und die Umwelt absoluten Vorrang haben noch das die eindeutige Verantwortung und Haftung beim Verursacher liegt. Der BUND hält es für unverantwortlich so ein Gesetz zu verabschieden.

Um der Umwelt zu helfen sollten Gesetzte verabschiedet werden, die den Kohleausstieg möglich machen und auf erneuerbare Energien setzten. Durch eine solche Vorgehensweise würde die Bundesregierung auch ihren Klimazielen für 2050 ein Stück näher kommen.



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BUND Frosch-Camp 22. April 2017 in Dessau - Programm unter "Biotopschutz"

 

Stand und Perspektiven der Braunkohle im Süden von Leipzig

 

Der BUND Sachsen lädt zu zwei einander ergänzenden Fachtagungen über die Situation des Braunkohleabbaus im Südraum Leipzigs ein.

 

In der zweiten Fachtagung am 17. Februar 2017 werden mögliche Alternativen und Perspektiven der von der geplanten Erweiterung des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain direkt und indirekt betroffenen Akteure erörtert.

 

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