BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Sachsen-Anhalt


Petitionserfolg: Penaten verzichtet auf hormonelle Chemikalien in Babyprodukten

Nach einer Petition des BUND auf der Plattform change.org kündigte der Hersteller Johnson & Johnson am 9. August an, ab Mitte 2014 auf Parabene in ihren Penaten Babyprodukten zu verzichten. Den hormonähnlich wirkenden Konservierungsstoffen, die häufig in Pflegeprodukten verwendet werden, wird zugeschrieben, unter anderem das Risiko für Brust- und Hodenkrebs zu erhöhen.

Mutter und Initiatorin der Petition Caroline Rosales schreibt: „Vielen Dank, dass Sie mich so zahlreich - wir sind über 25.000 Menschen! - unterstützt haben. Nur mit Ihrer Hilfe konnten wir auf das Problem aufmerksam machen.“

Der Erfolg macht Mut: Starten auch Sie eine Petition gegen hormonelle Chemikalien in Ihren Lieblingspflegeprodukten! www.change.org

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Hormonelle Schadstoffe können zu Fettleibigkeit und Diabetes führen

Die Belastung des Menschen durch synthetische Chemikalien wie Bisphenol A, Weichmacher oder Flammschutzmittel kann zu Fettleibigkeit und Diabetes führen. Das ist das Ergebnis einer Studie der englischen Umweltorganisation ChemTrust, die der BUND am 20. März 2012 in Berlin – zeitgleich mit einer Ver­öffentlichung in London und Brüssel – vorstellte.

Dickmachende Weichmacher – die unsichtbare Gefahr

In Alltagsprodukten wie Plastikspielzeug, Elektrogeräten, PVC-Böden und Konservendosen sind die gefährlichen Chemikalien enthalten. Sie gelangen über die Atemluft, die Haut oder die Nahrung in den Körper. Bisher wurden sie vor allem mit Störungen der Sexualfunktionen in Verbindung gebracht.

Die neue Studie, die fast 240 Untersuchungen zusammenfasst, zeigt deutlich, dass auch hormonelle Schadstoffe zu den Ursachen von Übergewicht und Diabetes gehören.

Deutschland bei Diabetes-Erkrankungen führend

Die Zahl der unter Diabetes und Fettleibigkeit leidenden Menschen hat in den letzten Jahrzehnten weltweit massiv zugenommen. Während sich der Trend zu Übergewicht und Fettleibigkeit in den Industrieländern in den letzten Jahren auf einem – viel zu hohen Niveau – eingependelt hat, wird für Diabetes eine weitere Steigerung der Erkrankungen prognostiziert.

Deutschland gehört mit einer Diabetes-Rate von neun Prozent zu den am stärksten betroffenen Ländern in Europa.



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Studie

Studie auf Englisch (Langfassung)
 

Pressemitteilung

-  Grafiken (in Druckqualität)

Quelle: http://bund-sachsen-anhalt.de/index.php?id=941&cHash=