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Ratgeber für eine besinnliche Weihnachtszeit

Die Umweltbelastung zur Weihnachtszeit ist ein nicht unerhebliches Problem, welches sich ganz einfach verkleinern lässt. Hier ein paar Dinge, die Sie tun können, um die Umwelt zu entlasten:

Weihnachtsbaum vom Förster

Millionen Nobilis- und Nordmanntannen, Douglasien und Omorikafichten erfreuen zwischen Weihnachten und Neujahr die Herzen. Doch spätestens nach Dreikönig holt die Müllabfuhr sie wieder ab.
Die meisten Bäume kommen aus „klassischen“ Plantagen,  die häufig chemische Pflanzenschutzmittel einsetzen. Fragen Sie in Ihren Revierförstereien nach Weihnachtsbäumen aus naturnahem Anbau. Weihnachtsbäume im Topf müssen gut gegossen werden und dürfen nicht zu warm stehen. Pflanzen sie die Bäumchen nach Weihnachten nicht selbst in freier Natur aus, denn auch naturnah angebaute Weihnachtsbäume sind ökologisch nicht besonders wertvoll.



Kein Streusalz für Gehwege

Bei Schneefall reicht es meist aus, Gehwege gründlich mit Schippe oder Besen zu räumen. Bei Eis und erhöhter Glättegefahr bieten sich  - sparsam verwendet – Sand, Kies oder Sägespäne als Streumittel an. Abstumpfende Streumittel wie Splitt und Granulat belasten die Umwelt, sie können giftige Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber enthalten. Verzichten Sie im Privatgebrauch auf Salz. Denn Salz belastet Böden und Gewässer, greift Pflanzenwurzeln und Tierpfoten an. Die Schäden an Bäumen und Sträuchern zeigen sich vor allem in den Sommermonaten. Auch Korrosionsschäden an Fahrzeugen gehen häufig auf das Konto von Streusalz. Brücken, Schuhe und Kleidung werden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.
Streumittel mit dem Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ sich weitgehend frei von umweltschädlichen Stoffen. Gebrauchtes Streugut gehört weder in die Mülltonne noch in die Kanalisation, sondern sollte von der Stadtreinigung aufgekehrt werden.

Da geht mir ein Licht auf

die Beleuchtung ist eine der schönsten und gemütlichsten Dinge an Weihnachten. Schaffen Sie mit Kerzen und Energiesparlampen eine gemütliche Atmosphäre. Durch den Bezug von Ökostrom stärken Sie die Regenerativen Energien. Durch die Installation wassersparender Armaturen schonen Sie auch noch Ihren Geldbeutel. Schalten Sie elektronische Geräte nach dem Gebrauch vollständig aus und verzichten Sie auf den Stand-by-Betrieb. Mehrkosten für verbrauchsärmere Geräte amortisieren sich im Laufe ihrer Nutzungsdauer.

Umwelttipps zur Weihnachtszeit

1) Backen mit Bio-Zutaten
Heimische Bio-Zutaten sind frei von chemisch-synthetischen Düngemitteln, im Gegensatz zu vielen Produkten von konventionellen Anbietern.  
Statt dem herkömmlichen weißen Mehl lieber Vollkornmehl verwenden - es enthält besonders viele Vitamine und Ballaststoffe.

2) Dekoration und Geschenke aus natürlichen Materialien
Vermeiden Sie Lametta, Glitzer- und Schneespray, Wunderkerzen und Engelshaar – diese Dekomaterialien enthalten viele umwelt- und gesundheitsschädigende Stoffe.
Alternativ kann man zum Beispiel Anhänger aus Bienenwachs herstellen oder Holzfiguren, die dann mit Wasserfarben o.ä. bemalt werden, Fensterbilder kann jeder aus Wellpappe, Packpapier oder Zeitungspapier fertigen und sauerstoffgebleichte Watte gibt Ihrem Christbaum ein winterliches Aussehen.

3) Weihnachtsbäume aus Ökoanbau oder Durchforstung
Bäume aus dem konventionellen Anbau sind oft wahre Chemiekeulen – auf riesigen Christbaumplantagen werden sie stark mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Auch auf Kunststoffbäume sollte verzichtet werden – sie werden aus nicht-regenerativen Energien (z.B. Erdöl) hergestellt
Unbedenklich kaufen kann man Bäume aus durchforsteten Kulturen oder mit dem FSC-, Naturland- oder Bioland- Siegel.

4) Geschenkpapier aus wieder verwertbaren Materialien
In Deutschland fallen jedes Jahr zur Weihnachtszeit rund 53.000 Tonnen Müll an, der durch Geschenkpapier, Geschenkkartons oder Schleifen entsteht.
Verzichten Sie  von vornherein auf unnötige Verpackungen  (besonders umweltbelastend sind Glanzpapier und Glitzerfolien), auf jeden Fall den entstandenen Müll sauber trennen oder selber Verpackungen wiederverwerten.
Umweltfreundlich verpacken kann man Geschenke einfach in Stoffresten, Zeitungspapier oder Schuhkartons.

5) Umweltbewusst schon beim Einkauf
Jede eingesparte Plastiktüte verringert das Müllaufkommen – nutzen Sie Einkaufstaschen und -körbe.
Nutzen Sie statt  dem eigenen Auto, öfter öffentliche Verkehrsmittel zum (Weihnachts-)Einkauf – das spart Energie, verursacht weniger Luftbelastung und die lästige Parkplatzsuche entfällt obendrein.

Magdeburg, 15.12.2005

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